5 Blog-Plattformen im Vergleich – Pro und Contra von WordPress und Co.

5 Blog-Plattformen im Vergleich – Pro und Contra von WordPress und Co.

Ein starkes Thema und Spaß am Schreiben – das sind die Grundzutaten für einen guten Blog. Doch jeder Blogger braucht auch ein technisches Zuhause – eine Blog-Plattform, auf der er seinen Blog erstellt

In den letzten zwei Jahrzehnten sind einige Blog-Plattformen gekommen und auch wieder gegangen. Einstmalige Flaggschiffe der Blogger-Welt wie tumblr oder Blogger führen heute neben WordPress und den Website-Baukästen eher ein Schattendasein.

Die Qualität und Funktionsbreite der Plattformen haben derweil enorm zugelegt, obwohl für den Nutzer (zumindest zum Bloggen) meist keine Programmierkenntnisse erforderlich sind.

So hat jeder neue Blogger wirklich die Qual der Wahl hat. Diese Übersicht aus fünf Blog-Plattformen hilft Dir bei der Entscheidung, welche für Dich als Blogger am besten passt.

WordPress.org – Die weltweit führende Blog-Plattform

WordPress hat sich in den letzten Jahren zu DER Blogging-Plattform schlechthin entwickelt. Dabei ist WordPress schon lange keine reine Blogging-Plattform mehr. Stattdessen hat sich WordPress zu einem vollwertigen Content-Management-System entwickelt. So kannst Du mit WordPress neben reinen Blogs auch umfangreiche Webseiten mit komplexen Funktionen erstellen.

Je nachdem welche Studie man zurate zieht, laufen etwa ein Drittel aller Websites weltweit mit WordPress.

Und wenn von WordPress die Rede ist, dann ist meistens wordpress.org gemeint. Denn anders als bei der kostenloses Variante von wordpress.com hast Du bei wordpress.org alles selbst in der Hand und komplette Gestaltungsfreiheit.

blog plattform wordpress.org

Gerade weil WordPress (nicht nur für Blogs) so weit verbreitet ist, sind die WordPress-Websites aber auch ein beliebtes Ziel von Hackern. Du solltest das System daher immer auf dem aktuellen Stand halten, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Wenn Du das selbst nicht machen willst, empfehle ich den Wartungsservice wp-wartung24.de.

An Kosten musst Du ansonsten zumindest die Miete eines Servers einkalkulieren, was bei den von mir empfohlenen Hostern in der Regel zwischen fünf und zehn Euro monatlich liegt. Denn auf diesem Server installierst Du Dein WordPress-System als technische Grundlage.

Hast Du diese WordPress-Installation einmal gemacht, dann hast Du die komplette Gestaltungsfreiheit – und zwar sowohl in Sachen Design, als auch in der Funktionalität. Ein wahnsinnig großes Ökosystem rund um WordPress bietet tausende kostenlose und kostenpflichtige Plugins zur technischen Erweiterung und Themes als Design-Basis.

Meine Empfehlungen für Deinen Blog:

  • Nutze das Enfold-Theme. Es ist einfach zu bedienen und bietet Dir neben starken Vorlagen sehr große Freiheiten im Design. Ein tiefergehendes Plädoyer für Enfold findest Du in diesem Beitrag.
  • Sei sparsam mit Plugins. Nutze so viele wie nötig, und so wenig wie möglich. Plugins sind super und können Deinen Blog mit Super Features ausstatten. Doch sind es zu viele, kannst Du den Überblick verlieren, und der Blog wird fehleranfälliger.

WordPress.com– das kostenlose und (stark) eingeschränkte WordPress

Anfangs habe ich erstmal nicht ganz gerafft, worin eigentlich der Unterschied von WordPress.com zu WordPress.org besteht. Doch er ist wirklich gewaltig.

Bei WordPress.com liegt Dein Blog auf der Plattform von WordPress.com. Du sparst Dir also die Kosten für´s Hosting. Doch gleichzeitig bist Du damit stark eingeschränkt.

So hast Du beispielsweise nur ein vorgegebenes Set an Themes, das Du zum Design einsetzen kannst.

Ähnliche Einschränkungen hast Du für die technische Anpassbarkeit Deines Blogs. Sogar der Speicherplatz ist begrenzt, was in einem bilderreichen Blog schnell zu Kapazitätsproblemen führen kann.

Auch Dein  Domain-Name ist eingeschränkt. Der Name der Plattform taucht nämlich darin auf, so dass die Domain irgendwie in dieser Art benannt werden kann: blogname.wordpress.com

Und was man nicht vergessen sollte: Du besitzt bei WordPress.com Deinen Blog nicht wirklich, er steht quasi auf fremden Territorium. WordPress.com könnte theoretisch Deinem Blog jederzeit den Saft abdrehen.

Blog Plattform wordpress-com

Du kannst zum Start WordPress.com aber durchaus mal ausprobieren. Wenn das Bloggen irgendwann ein wenig professioneller werden soll, dann kannst Du Deine Artikel recht leicht zu anderen Plattformen umziehen.

Der Vorteil – gerade zum Start – ist natürlich die Kostenfreiheit. Allerdings sind die Einsparungen gegenüber einer WordPress.org-Lösung auch nicht allzu hoch.

Jimdo – Website-Baukasten als Blog-Plattform

Jimdo hat seinen Platz in dieser Übersicht der Blog-Plattformen stellvertretend für die vielen Website-Baukästen, die sich fast immer auch gut zum Bloggen eignen.

Blog Plattform jimdo

Egal, für welchen Website-Baukasten Du Dich entscheidest, steht Dein Blog in der Regel auch auf der Plattform des Baukasten-Betreibers. So musst Du Dich zwar wenig um den technischen Hickhack kümmern, doch es ist eben nicht Deine Plattform. Du lebst quasi immer zur Miete.

Die aktuellen Mietpreise bei Jimdo reichen von kostenlos über fünf Euro monatlich bis zu 15 Euro monatlich – je nachdem, welche Features Du in Anspruch nimmst.

Wollen wir also hoffen, dass Dein Vermieter die Mieten nicht allzu stark anhebt oder sonstigen Quatsch macht.

Das große Plus von Jimdo und anderen Baukasten-Lösungen für Blogs ist die Einfachheit. Du kannst mit extrem wenig Einarbeitungszeit loslegen und einen schönen Blog erstellen. Das Design für Deinen Blog funktioniert in erster Linie nach dem Drag-And-Drop-Prinzip.

Technisch ist auch alles recht einfach gehalten. Du hast aber die Möglichkeit, hier mit Zusatz-Optionen nachzurüsten. So lässt sich mit Jimdo sogar ein echter Online-Shop bauen.

Chimpify – Der Spezialist für Inbound Marketing

Chimpify ist recht neues System aus Deutschland. Die Plattform des umtriebigen Vladislav Melnik setzt ihren Fokus auf Inbound Marketing, was klar professionelle Anwender anspricht.

So ist Chimpify auch keine reine Blog-Plattform, sondern bietet unter der Haube deutlich mehr.

Neben dem Blog hast Du damit zum Beispiel auch gleich ein Email Marketing Tool in der Hand und kannst einen Podcast starten. Auch SEO-technisch setzt Chimpify einen starken Schwerpunkt.

Blog Plattform chimpify

Kostenmäßig prescht Chimpify den anderen Blog-Plattformen davon – zumindest auf den ersten Blick. Einsteigen kannst Du bei Chimpify mit 49 Euro im Monat.

Die verhältnismäßig hohen Preise rechtfertigen sich mit der großen Vielfalt an Tools, die die Plattform beinhaltet. Würde man diese alle einzeln irgendwo buchen müssen, wäre es meistens teurer.

Insofern positioniert sich Chimpify gerade als Plattform für den ambitionierten Blogger, der im Rahmen deines Inbound Marketings auch eben diese Tools nutzen will.

Medium.com Bloggen im sozialen Netzwerk

Medium ist nochmal eine ganz andere Art von Blog-Plattform. Um Technik und Design musst Du Dir gar keine Gedanken machen. Denn Du schreibst Deine Artikel generell im Raster von Medium.

Vorteil: Minimalismus, die absolute Einfachheit.

Editor Blog Plattform Medium

Editor auf Blog Plattform Medium – einfacher geht´s nicht.

Geld bezahlen musst Du als Blogger nicht.

Du betreibst hier allerdings keinen wirklich eigenen Blog, sondern schreibst Artikel in einem sozialen Netzwerk. Deine Artikel sind aber Deinem Profil zugeordnet, dem Leser folgen können.

Um eine eigene Domain musst Du Dich somit nicht kümmern. Die Domain ist quasi Dein Medium-Profil.

Medium.com eignet sich in meinen Augen vor allem für Blogger, die absolut keine Lust haben, sich mit Design und Technik rumzuschlagen, und für sporadische Schreiber. Also wenn Du vielleicht einfach nur mal so eine Idee für einen Artikel hast, dann kannst Du diesen auf Medium.com schnell mal kostenlos raushauen.

Daneben könnte Medium.com auch ein zusätzlicher Marketing-Kanal für Blogger sein, die hauptsächlich auf einer der anderen Blog-Plattformen beheimatet sind.

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