Email-Marketing: Warum Du Deinen Newsletter starten solltest, bevor Du ein Produkt hast

Newsletter Marketing ist einer der wirkungsvollsten Marketing-Kanäle im Online-Marketing. Solltest Du Dich noch fragen, ob es sich überhaupt für Dich lohnt, mit Deinem Business ins Newsletter Marketing einzusteigen, so kann ich Dir versichern: In fast allen Fällen heißt die Antwort „Ja“.

Die Email als Newsletter mag für manchen etwas angestaubt klingen – kommt doch die Technologie aus dem vorigen Jahrhundert. Was aber kaum bekannt ist:

Newsletter Marketing ist mit Abstand das effizienteste Online-Marketing-Tool.

Und es ist damit auch eines der wichtigsten Elemente des Inbound-Marketing. Keine Marketing-Spielart bringt mit solch geringen Kosten derart üppige Erfolgsquoten.

Neben den Vorteilen des Newsletter Marketing zeige ich in diesem Artikel, nach welchen Kriterien Du die richtige Newsletter Software aussuchst, und warum Du damit auch schon starten solltest, wenn Du noch gar kein verkaufbares Produkt hast.

Vorteile von Newsletter Marketing

An dieser Stelle zunächst ein paar letzte Kicks für Dich vor dem Einstieg ins Newsletter Marketing:

Ohne Newsletter Marketing verpufft Dein Traffic

Es ist doch zum Verzweifeln. Da setzt Du im Marketing alle Hebel in Bewegung, um Besucher auf Deine neue Website zu lotsen. Du trommelst bei Facebook, Instagram und Co., Du schaltest Adwords-Anzeigen, Du bestückst Deine Website mit lauter suchmaschinenoptimierten Inhalten, Du twitterst Dir die Finger wund. Und was ist das Ergebnis?

Ein Strohfeuer.

Du schaffst es unterm Strich also für Traffic in Form von vielen Website-Besuchern zu sorgen – und das ist in der Tat auch ein großer Erfolg. Doch: Was machen nun die vielen Leute auf Deiner schönen Website?

Sie schauen, sie lesen, sie klicken, und am Ende sagen sich einige: Mensch, das ist wirklich eine tolle Seite, hier komme ich demnächst wieder. In Wirklichkeit kommen sie natürlich nicht wieder. Denn bei all den Online- und Offline-Angeboten die tagtäglich auf den Einzelnen einprasseln, schaffen es nur die allerwenigsten, sich eine Website zu merken.

Newsletter Marketing bringt Stamm-User und immer wieder neuen Traffic

Was Du also brauchst, ist eine Art Haken. Einen Haken, der User an Deiner Seite festhält. Im positiven Sinne natürlich – denn alle Aktionen die auf Unfreiwilligkeit beruhen, können eigentlich nur nach hinten losgehen. Ein idealer Haken ist Dein Email-Newsletter, den Deine User bei Interesse abonnieren können.

Hat sich ein Website-Besucher für Deinen Newsletter einmal eingetragen, ist die Chance hoch, dass er zum Stamm-Besucher wird – vorausgesetzt Du versorgst ihn künftig mit nützlichen, sinnstiftenden oder unterhaltenden Inhalten.

Und Stamm-Besucher sind gleichzeitig neuer Traffic. Sobald Du also vernünftige Emails mit Deinem Email-Marketing-Tool verschickst, sorgst Du für neuen Traffic auf deiner Website, und das zu null bis extrem geringen Kosten.

Mit Deinem Newsletter Marketing machst Du aus einem einmaligen Website-Besuch also einen dauerhaften Kontakt, anstatt ihn in den Weiten des Internets zu verlieren. Und aus diesem Interessent wird später im Idealfall ein echter Neukunde.

Newsletter Marketing hat gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis

Im Vergleich zu manch anderem Marketing-Kanal im Online-Marketing ist Newsletter-Marketing definitiv einer der preisgünstigsten. Und das gilt vor allem für den Start in dieser Marketing-Spielart. Denn die meisten Newsletter-Tools bieten Tarife, die sich nach der Anzahl an Email-Empfängern richten, welche zu Anfang in der Regel natürlich sehr wenige sind.

Bei vielen Tools kannst Du sogar komplett kostenlos einsteigen und zahlst erst, wenn eine gewisse Anzahl an Emails zusammenkommt.

Auch wenn die Email hier und da als altbacken belächelt wird, ist sie nach wie vor ein extrem wirksamer Marketing-Kanal. Zieht man den Return-On-Invest heran, bringt das Email-Marketing unterm Strich wirklich sehr gute Werte.

Zudem hast Du diverse Stellschrauben selbst in der Hand und kannst Deine Kampagnen hoch-individuell auf Deine Zielgruppe und/oder Kunden ausrichten.

Newsletter Marketing ist schnell und flexibel

Via Email-Marketing kannst Du mit Deinem Unternehmen jederzeit binnen weniger Minuten tausende Leser ansprechen und aktivieren. Sowohl das Erstellen der Emails, als auch das Versenden Deiner Inhalte geht wirklich schnell, was Dich im Marketing sehr flexibel macht.

So kannst Du neben Deinem langfristigen Marketingplan auch spontane Aktionen fahren, wenn Du beispielsweise kurzfristig wichtige Informationen bekanntgeben willst (oder musst).

Newsletter Marketing ist technisch schnell erlernbar

Newsletter-Marketing ist keine Raketenwissenschaft! Natürlich musst Du Dich ein wenig einfuchsen, wie es bei jedem Online-Tool mehr oder weniger nötig ist. Doch um diese Marketing-Methode so zu beherrschen, dass Du zumindest technisch und rechtlich sauber damit starten kannst, genügen wenige Tage oder im Schnelldurchlauf nur ein paar Stunden.

Und auch wenn einige Newsletter-Tools einen riesigen Fundus an Features und Funktionen mitbringen, ist die Nutzerführung meist so gestaltet, dass Du darin Schritt für Schritt eintauchen kannst. Außerdem gibt es Blogbeiträge wie diesen hier, die Dir mit Tipps und Anleitung den erfolgreichen Einstieg ins Newsletter-Marketing hoffentlich noch einfacher machen.

Newsletter Marketing ist messbar

Nicht zu unterschätzen ist die Messbarkeit des Newsletter-Marketings mit seinen vielen Analyse-Möglichkeiten. Dadurch bist Du niemals im Blindflug unterwegs, sondern bekommst zu jedem Email-Versand und zu Deiner Newsletter-Liste generell diverse Analysen und Reports geliefert.

  • Wieviele Empfänger haben den Newsletter geöffnet?
  • Wieviele davon haben welchen Link geklickt?
  • Wieviele Newsletter-Empfänger haben sich abgemeldet?
  • Wieviele Newsletter-Abonnenten haben sich zu welcher zeit neu über Deine Landingpage angemeldet?

Das ist nur eine Auswahl der wirklich grundlegenden Analysen. Nicht jede Auswertung muss für Dich interessant sein, doch vieles davon gibt Dir wertvolle Erkenntnisse, die Du in weitere Newsletter-Versendungen einfließen lassen und diese damit stetig verbessern kannst.

Warum Social Media allein keine Alternative zum Newsletter Marketing ist

Nun wirst Du vielleicht sagen: Was soll ich mich mit dem ganzen Email-Marketing-Kram rumschlagen? Ich kann doch einfach in meinen sozialen Kanälen posten und darüber die Leute immer wieder auf meine Website bringen. Außerdem können die Leser meine Seiten bookmarken oder meinen Blog per RSS abonnieren.

Das ist grundsätzlich auch richtig. Wenn Du auf Facebook und Co. eine starke Fangemeinde aufgebaut hast, dann solltest Du diese Kanäle natürlich auch nutzen. Doch da gibt es ein große ABER:

Soziale Kanäle funktionieren als Streams, User bekommen also in loser Schüttung und enger Taktung Etliches vorgesetzt, das sie klicken, liken und sharen können. Deine Message kann da schnell untergehen. Statistisch funktioniert das Marketing über soziale Kanäle einfach nicht annähernd so gut wie Email-Marketing.

4 Gründe, warum Du neben Deinen Social-Media-Aktivitäten auch auf Newsletter Marketing setzen solltest:

  1. Zeitliche Verfügbarkeit
    Posts in Social Media Kanälen verschwinden in den Streams ebenso schnell wie sie auftauchen. Entweder man liest sie sofort oder gar nicht. Deine Email liest der Abonnent, wenn es für ihn am günstigsten ist. Das heißt: Er schenkt Deinen Informationen deutlich mehr Aufmerksamkeit.
  2. Die Beschränkung auf Network-Mitglieder
    Nicht jeder nutzt Social Media. Aber jeder, der im Internet unterwegs ist, hat eine Email-Adresse.
  3. Die Erreichbarkeit
    In der Flut eines Social Media Streams geht Deine Botschaft schnell unter. Ob sie Ihren Interessenten erreicht, bleibt dem Zufall überlassen. Ein Email-Newsletter kommt an. Und mit den meisten Newsletter-Tools kannst Du zudem tracken, ob Ihre Nachricht geöffnet, gelesen und mit welchen Inhalten interagiert wurde.
  4. Die persönliche Ansprache
    Beiträge in sozialen Netzwerken sind unpersönlich und richten sich immer an Deine Zielgruppe im Allgemeinen. In einer Email sprichst Du direkt mit den Leuten.

Auch RSS funktioniert übrigens als Stream, und selbst wenn jemand Deine Seite bookmarkt, ist das keine Garantie, dass er auch wirklich wiederkommt, vor allem nicht regelmäßig. Hinzu kommt, dass Du hinsichtlich RSS und Bookmarking nicht mit Freebies als Anreiz arbeiten kannst.

Letztlich können beide Disziplinen – Email-Marketing und Social Media – gut kombiniert werden. Wer als Stamm-Besucher via Email-Marketing erneut auf Deine Website kommt, kann schließlich auch wieder für Shares und Likes und damit für neuen Traffic sorgen.

Newsletter-Software aussuchen

Bevor es richtig losgeht mit dem Newsletter-Marketing, gilt es sorgfältig eine passende Software zu finden. Denn wenn Du erstmal einen der Services ausgesucht hast, und alles dort eingerichtet hast, dann ist ein Wechsel zwar jederzeit möglich, er kostet aber immer einiges an Arbeit.

Es stellt sich also die Frage der richtigen Technik. Falls beim Wort “Technik” bei Dir jetzt die Alarmglocken schrillen, hab´ keine Sorge. Newsletter-Systeme sind keine Raketenwissenschaft. Mit ein paar Stunden Einarbeitung wirst Du Dich in die meisten Tools reinfuchsen können. 

Tipps zur Auswahl der richtigen Software

Was ist für Dich nun relevant beim Aussuchen der richtigen Newsletter-Software? Je nachdem, welche Art von Business Du betreibst oder startest, werden die Anforderungen an die Funktionen und Kosten unterschiedlich sein. In meinen Augen sind dies die wichtigsten Kriterien:

  • Einfache Bedienung: Das tägliche Arbeiten mit Deinem Email-Marketing-System sollte möglichst einfach und intuitiv sein – schließlich soll es unterwegs auch Spaß machen. Erstelle Dir dazu einfach mal Test-Accounts bei dem einen oder anderen Anbieter, und spiele vor allem ein wenig mit dem Email-Editor herum. Denn damit wirst Du später immer wieder arbeiten.
  • Email-Automatisierung: Richtig Spaß macht das Email-Marketing erst, wenn einzelne Kampagnen auch automatisiert werden können. So kannst Du zum Beispiel aufeinander aufbauende Themen-Serien versenden, oder bestimmte Emails nur bei bestimmten Aktionen des Lesers versenden. Viele Newsletter-Tools bieten eine Automatisierung als Feature, aber nicht bei allen ist das Anlegen solcher automatisierten Email-Kampagnen auch wirklich einfach und übersichtlich.
  • Rechtssicherheit: Klar, eine absolute Selbstverständlichkeit. Der Versand von Emails über welchen Anbieter auch immer muss sich im rechtlich zulässigen Rahmen bewegen. Dazu weiter untern mehr.
  • Schnittstellen zu bestehenden Systemen im Unternehmen: Hast Du bereits ein CRM-System oder andere Online-Systeme, mit denen Du Kunden verwaltest? Dann wäre es ideal, wenn Du diese mit Deinem neuen Newsletter-Tool verknüpfen kannst. Schaue daher mal bei den Schnittstellen und Integrationsmöglichkeiten der Tool-Anbietern ob und wie sich die Systeme koppeln lassen.
  • WordPress-Integration: Insbesondere wenn Deine Website mit WordPress erstellt ist, wäre es ideal, wenn Dein Email-Marketing-Tool dazu Plugins oder andere einfache Integrationsmöglichkeiten bietet. So kannst Du Dir bei der späteren Einbettung der Anmeldeformulare in Deine Website viel Arbeit sparen.
  • Kampagnen-Analyse-Optionen: Je nachdem, welche Kennzahlen und in welcher Detailtiefe diese für Dich wichtig sind, lohnt sich ein Blick in die Analyse-Möglichkeiten.
  • Tarife: Last but not least die Kostenfrage. Glücklicherweise ist Email-Marketing wirklich nicht teuer. Um den für Dein Budget sowie für Deine voraussichtliche Listengröße und Versandfrequenz richtigen Anbieter ausfindig zu machen, kannst Du in dieser Newsletter-Tool-Liste die grundlegenden Tarife miteinander vergleichen.

Cleverreach

newsletter toolIch persönlich setze für meine Newsletter derzeit Cleverreach vs. Newsletter2Go vs. GetResponse – Der Newsletter Software Vergleich ein, womit ich sehr zufrieden bin.

Nach dem Testen verschiedener Systeme bin ich beim Starten meiner Newsletters seinerzeit bei Cleverreach gelandet. Und glücklicherweise sehe ich bislang keinen Grund den Anbieter zu wechseln.

Cleverreach bietet diverse Profi-Tools zum Managen Deiner Newsletter und Deiner Listen. Du bekommst detaillierte Reports zu deinen Versendungen, so dass Du Deine Newsletter auf der Basis fortlaufend verbessern kannst.

Cleverreach lässt sich ideal auf WordPress-Seiten integrieren, und als deutschsprachiges Tool hat Cleverreach klare Vorteile im Handling.

Kostenmäßig ist Cleverreach eine entspannte Sache, da Du je nach Menge Deiner Empfänger bezahlst, wobei die ersten 250 Abonnenten sogar kostenlos sind. So kannst Du gerade zum Start mit null, beziehungsweise minimalen Kosten ein wirklich professionelles Tool einsetzen.

Email-Marketing-Anbieter-Überblick

In meiner Liste von Anbietern für Email-Marketing-Software findest Du über 20 weitere Newsletter-Tools von deutschsprachigen Anbietern und aus dem internationalen Bereich mit Tipps und Informationen zu den wichtigsten Features und Tarifen. Bei vielen Anbietern kannst Du auch mit einem kostenlosen Tarif reinschnuppern.Email-Marketing-Tools

Newsletter Marketing als Voraussetzung für Monetarisierung

Wenn Du Deine Website nicht als reines Hobby betreibst – und davon gehe ich mal stark aus – dann willst Du irgendwann auch man den Euro klingeln hören- Oder ums BWL-mäßig zu formulieren: Du willst Deine Website monetarisieren.

Hast Du nun ein B2C-Angebot mit relativ preisgünstigen Produkten, dann kannst Du Glück haben, und die Leute kaufen sofort etwas auf Deiner Seite. Diese Situation haben wir beispielsweise mit unserem Unternehmen MeinSpiel, wo Besucher schon für weniger als 15 Euro individuelle Spiele kaufen können. Doch sobald Deine Produkte oder Leistungen ein wenig teurer sind, funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr. Warum ist das so?

Frag´ Dich doch mal selbst: Bis zu welcher preislichen Schwelle bist Du bereit, auf einer Website, die Du zum allerersten Mal besuchst, Geld auszugeben? Dies ist sicher individuell, doch bei den allermeisten Menschen liegt diese Schwelle je nach Einkommenssituation und Risikobereitschaft deutlich unter hundert Euro.

Wer sich auf einen Deal einlassen soll, braucht vor allem eines: Vertrauen.

Vertrauen kannst Du zum einen mit Deiner Website selbst aufbauen, beispielsweise indem Du Kundenstimmen zeigst (Beispiel UltraPress) oder Qualitätssiegel (Beispiel MeinSpiel, unten rechts). Das kann allerdings nur eine Voraussetzung sein. Der wirkliche Aufbau von Vertrauen kann immer nur über einen längeren Zeitraum erfolgen durch mehrmalige Kontakte.

Indem Du via Email-Marketing mit den einzelnen Emails und Kampagnen immer wieder in vernünftigen zeitlichen Abständen mit Deinen Email-Abonnenten in Kontakt trittst, hast Du hier die Chance, ebendieses Vertrauen aufzubauen. Schreibe wie gesagt Nützliches, Sinnstiftendes oder Unterhaltendes, und fall´ den Leuten nicht mit Schwachsinn auf den Wecker. Dann ist ein wiederkehrender Besucher Deiner Website auch deutlich eher geneigt, höhere Beträge bei Dir auszugeben, weil er weiß, mit wem er es zu tun hat.

Warum Du Deinen Newsletter starten solltest, bevor Du ein Produkt hast

Jeder, der mal ein eigenes (Online-)Projekt auf die Schiene gesetzt und sich bis dato nur vage mit Email-Marketing beschäftigt hat, kennt wohl die Situation:

Du bist voll fokussiert auf Dein Produkt.

Du willst es perfekt machen.

Und Du willst die Sache erst öffentlich machen, wenn Du es auch wirklich als perfekt empfindest.

So nachvollziehbar diese Haltung auch ist, so fatal ist sie aus Marketing-Sicht – und damit auch fatal für den Erfolg Deines Produkts!

Warum ist das so? Und wie kannst Du der Sache mit Newsletter Marketing Herr werden?

In diesem Beitrag will ich Dir zeigen, dass es sich lohnt, schon weit vor Fertigstellung Deines eigentlichen Produktes oder Services mit dem Email-Marketing und dem eigenen Newsletter zu starten.

Dazu erfährst Du, was Du Deinen Interessenten und Lesern bieten solltest, und mit welchen Tools Du das Ganze entspannt und kostengünstig angehen kannst.

Arbeite am Produkt, während sich Deine Newsletter-Liste füllt

Mal abgesehen von der Tatsache, dass Dich Perfektionismus an sich schon zu lang vom Start im Markt abhält (Die Justierung der letzten 20% dauern am längsten), verschenkst Du einfach zuviel an Kundenpotenzial. Denn wenn Du mit einem Schlag im Markt mit Deinem fertigen Produkt starten willst, ohne Dich vorher mal bemerkbar gemacht zu haben, werden die Verkaufschancen nicht allzu hoch sein:

  • Zunächst einmal hättest Du zum Start noch so gut wie kein Publikum, an das Du Dich mit Deinem Produkt wenden könntest. Du musst erst einmal Interessenten finden.
  • Zum anderen wirst Du bei den dann langsam eintrudelnden Interessenten auch erst Vertrauen aufbauen müssen, bevor Sie überhaupt erwägen, für Dein Produkt ihr Geld bei Dir zu lassen.

Und deshalb solltest Du genau das – Publikum und Vertrauen aufbauen – schon so früh wie möglich anfangen. Dann wird Dein eigentlicher Produkt-Launch einfach deutlich erfolgreicher sein. Und die Arbeit, die Du in Dein Produkt steckst, zahlt sich in barer Münze aus.

Sebastian Tonn, Gründer von Anyonecan.de hat genau diesen Weg gewählt. Ich kenne Sebastian aus einem UltraPress-Projekt, da wir für ihn die Website gestaltet haben. Er bietet mit seiner Website klassischen Finanzberatern die Stirn, indem er zeigt, wie man seine Geldanlage und Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen kann. Dazu hat er als erstes Produkt ein sehr professionelles Online-Tutorial entwickelt.

Einen Teil der Website haben wir aber bereits vor Monaten entwickelt und live geschaltet. Dort konnte noch niemand sein Tutorial kaufen, wohl aber sich in seine Newsletter-Liste eintragen. Und genau das spielt ihm jetzt in die Karten.

Denn jetzt, wo sein Produkt fertig ist, hat er durch seine Newsletter-Liste ein Publikum aufgebaut, dem er es präsentieren kann. So kann er vom ersten Tag an Verkäufe erzielen, während sich seine Liste natürlich stetig weiter vergrößert.

Fazit

Auch wenn Newsletter Marketing weitaus weniger hip als die neuesten Social-Media-Kanäle ist, steht es doch für ein äußerst effektives und vor allem effizientes Online Marketing.

In kaum einem Kanal musst Du so wenig Geld ausgeben wie für die Nutzung der Software zum Email-Marketing und bekommst so gute Erfolgsquoten hinsichtlich Besucherzahlen, Klicks, Conversionrates und Verkaufszahlen.

Gerade wenn Du höherpreisige Produkte oder Leistungen anbietest, würde ich Newsletter Marketing als Muss bezeichnen, da Vertrauen beim Kauf die wichtigste Basis darstellt.

Glücklicherweise ist Newsletter Marketing keine Raketenwissenschaft. Doch die Fülle an Newsletter-Tools und -Services ist echt groß, so dass Du Dir mit Bedacht das für Dich passende Tool aussuchen solltest. Zum Glück wird die Qualität immer besser, und viele Anbieter haben kostenlose Schnuppertarife (wie auch mein Favorit Cleverreach), so dass Du Dir einige auch mal unter der Haube ansehen kannst.

Starte Deinen Newsletter möglichst frühzeitig, auch wenn Du noch gar kein Produkt hast, und versorge Deine Interessenten und Leser mit qualitativ hochwertigen Inhalten. So legst Du die Basis für den Erfolg Deines eigentlichen Produktes, und kannst von Anfang an Verkäufe erzielen.

Und halte es technisch nicht komplizierter als nötig. Wichtig ist aus meiner Sicht (wie so oft) nur, überhaupt jetzt loszulegen. Den Anbieter später noch zu wechseln, ist immer möglich.

13 Kommentare
  1. Matthias
    Matthias sagte:

    Hallo Thorsten,
    das kann ich nur unterschreiben! Ich habe mit meinem Marketing-Blog auch alles erst einmal perfekt machen wollen. Ist wahrscheinlich eine Berufs-Krankheit als Designer, dass alles geil aussehen muss, bevor es raus kann. Ich wollte mit einem großen Knall und viel Applaus starten.
    Der große Knall war dann mehr eine Seifenblase, die geplatzt ist. Ich habe zwar über 200 Leute angeschrieben, aber bis ich die ersten 100 Abonnenten hatte, musste ich mich ein paar Monate gedulden. Heute würde ich es auch so machen:
    1. Hilfreiches Give-Away erstellen
    2. Landing-Page einrichten
    3. Auf Facebook und Co bewerben
    4. Die Abonnenten über den Newsletter mit in die Entwicklung einbeziehen.
    5. Mit einem echten Knall starten

    Schritt 1 und 2 sollte in einer Woche zu schaffen sein, das ist wirklich keine Hexerei. Und wenn dein Produkt soweit ist, hast du bereits die ersten Fans, die nur darauf gewartet haben!

    Viel Erfolg!
    Matthias

    Antworten
    • Thorsten
      Thorsten sagte:

      Hallo Matthias,
      Danke für deinen Erfahrungsbericht! Und tja, die Perfektionismus-Sache ist wohl nicht nur bei Designern so. Ich hatte das (als Kaufmann) auch lange so im Hinterkopf, und es begegnet mir in Gesprächen zum Thema Launchen von Projekten auch immer wieder bei anderen Gründern.

      Antworten
  2. Stella
    Stella sagte:

    Super Artikel mit wichtigen Infos die gerade von vielen Neulingen im eCommerce (noch) nicht beachtet werden. Neben dem eigenen Newsletter ist es dabei auch nicht schlecht vorab an den Social-Media Auftritt zu denken damit man keinen „Kaltstart“ hinlegen muss. Die vorgeschlagenen Programme sind sicherlich sehr gut und sorgfältig ausgewählt, aber wenn du deinen E-Mail-Newsletter gleich von deinem Shop aus losschicken willst, und Giveaways wie Gutscheine lieber automatisch integrierst, wir hätten da was für dich ;)

    http://www.versacommerce.de

    Antworten
    • Thorsten
      Thorsten sagte:

      Danke für Dein Feedback und die Ergänzung! Social Media ist in der Startphase sicher auch hilfreich, wenn es erstmal darum geht, mögliche Interessenten für das eigentliche Produkt zu sammeln.

      Und ja, ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr dazu eine gute Gesamt-Lösung in Petto habt. Nur bevor der Shop steht, kann das Email-Marketing ja schon beginnen.

      Antworten
  3. Markus
    Markus sagte:

    „So bietet Sebastian seinen Newletter-Abonnenten seit einigen Wochen ein kostenloses Starter-Tutorial. Damit hat er es binnen weniger Wochen auf mehrere hundert Abonnenten gebracht, und es werden Woche für Woche mehr.“

    Da wäre für mich der eigentlich interessante Ansatzpunkt: Ja, wie kamen denn die mehreren Hundert Abonnenten überhaupt erstmal auf seine Seite? Es trägt sich ja auch bei Weitem nicht jeder in die Liste ein, der die Seite besucht, also muss er schon ordentlich Traffic-Dampf auf der Seite gehabt haben. Welche Marketing-Maßnahmen standen hinter so einem Erfolg?

    Antworten
  4. Finanzwesir
    Finanzwesir sagte:

    Hallo Thorsten,
    ich nutze GetResponse (nocht nicht sehr lange), aber es wurde mir empfohlen. Gibt es einen Grund, warum Du diesen Anbieter nicht aufführst?
    Mit anderen Worten: Habe ich bei meiner Recherche etwas übersehen? Ist GetResponse den hier vorgestellten Tools unterlegen?
    Was ist Deine Erfahrung?

    Gruß
    Finanzwesir

    Antworten
    • Thorsten
      Thorsten sagte:

      Hallo Finanzwesir,

      die kleine Liste an vorgestellten Tools ist nicht als generelle Best-Of-Liste zu gedacht, sondern es sind einfach nur die Tools, mit denen ich selbst gute Erfahrungen gemacht habe.

      Über GetResponse habe ich bislang nicht Schlechtes gehört, ich gehe davon aus, dass der Anbieter funktional in einer Liga mit MailChimp und CleverReach spielt.

      Antworten
  5. Marcel
    Marcel sagte:

    Hallo Thorsten,

    vielen Dank für diesen anregenden Input. Der hat mich gerade auch zum Nachdenken angeregt! Ich plane gerade selbst den Aufbau eines eigenen Blogs in Vorbereitung auf eine mögliche Selbstständigkeit und könnte mir ggf. selbst vorstellen, vorab Interessenten zu sammeln. Ich habe jedoch noch einige Fragen:
    – Der rechtliche Aspekt: Muss ich dennoch ein Impressum mit allem was dazugehört aufsetzen um abgesichert zu sein?
    – Biete ich ein entsprechendes Give-Away direkt für die Anmeldung an oder dann zum Blog-Start?

    Aktuell „schütze“ ich meine Baustelle noch mit einem Passwort, könnte mir aber vorstellen, einen ersten Anreiz durch solch eine Aktion zu setzen!

    Ich freue mich auf deine Antwort!
    Marcel

    Antworten
    • Thorsten
      Thorsten sagte:

      Hallo Marcel,

      meine Empfehlung wäre, so schnell wie möglich die Seite online zu schalten – auch wenn noch nicht alles perfekt ist.

      Ein Impressum solltest Du schon haben, aber das ist eigentlich kein großes Ding. Du kannst Dir hier ganz einfach eines per Generator erstellen: http://www.e-recht24.de/impressum-generator.html

      Und das Give-Away muss natürlich nicht gleich sofort zu haben sein. Nur je früher Du es anbietest, um so früher kann auch Dein Verteileraufbau richtig losgehen.

      Viel Erfolg!

      Antworten
  6. Michael
    Michael sagte:

    Hallo Thorsten,

    danke für den tollen Artikel!

    Deine heutige Mail hat mich hergelegt und es ist echt toll wie dieses System funktioniert. Ich arbeite mit Mailchimp in Verbindung mit Mailmunch. Auch wenn ich (noch) kein Giveaway habe (huch ich weis gar nicht was ich da anbieten kann) hat sich seit der Integration von Mail Munch vor 4 Tagen fast verdoppelt!

    Hast du vielleicht noch ein Tipp zu einem Mail Cycle? Also wenn sich jemand neu anmeldet, eine automatische Abfolge von Mails ergibt? Konnte sowas bei Mailchimp nicht finden und ich bin gerade echt in Bootstrap Modus –> also am besten für wenig Geld…

    Freue mich schon auf weitere Beiträge :-D,

    Alles gute,
    Michael

    Antworten
    • Thorsten
      Thorsten sagte:

      Hallo Michael,
      Danke für´s gute Feedback!
      Der von Dir angesprochene MailCycle läuft bei MailChimp wie auch z.B. bei Cleverreach als sog. „Autoresponder“.
      Schönen Gruß,
      Thorsten

      Antworten

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