Newsletter Marketing: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum erfolgreichen Start

Das Newsletter Marketing ist einer der wirkungsvollsten Marketing-Kanäle im Online-Marketing. Solltest Du Dich noch fragen, ob es sich überhaupt für Dich lohnt, mit Deinem Business ins Newsletter Marketing einzusteigen, so kann ich Dir versichern: In fast allen Fällen heißt die Antwort „Ja“.

Die Email als Newsletter mag für manchen etwas angestaubt klingen – kommt doch die Technologie aus dem vorigen Jahrhundert. Was aber kaum bekannt ist:

Newsletter Marketing ist mit Abstand das effizienteste Online-Marketing-Tool.

Und es ist damit auch eines der wichtigsten Elemente des Inbound-Marketing. Keine Marketing-Spielart bringt mit solch geringen Kosten derart üppige Erfolgsquoten.

Warum das so ist, und vor allem wie Du ganz konkret mit dem Newsletter Marketing beginnen kannst, zeige ich Dir in dieser Anleitung.

  • Du bekommst Tipps, wo und nach welchen Kriterien Du den für Dich richtigen Anbieter von Newsletter-Software findest.
  • Du lernst Schritt für Schritt, wie Du Dein Newsletter-Tool einrichtest. Denn die wichtigsten Schritte sind bei fast allen Tools zum Email-Marketing gleich.
  • Du lernst, wie Du Anmeldeformulare auf Deiner Landingpage einbaust, und natürlich in aller Ausführlichkeit wie Du Deine ersten Newsletter-Kampagnen, also Emails erstellst.
  • Dann werfen wir noch einen Blick auf die Analyse-Möglichkeiten und gehen die rechtlichen Basics zum Newsletter Marketing durch.

Vorteile von Newsletter-Marketing im Marketing-Mix

An dieser Stelle zunächst ein paar letzte Kicks für Dich vor dem Einstieg ins Newsletter Marketing:

Ohne Email-Marketing verpufft Dein Traffic

Es ist doch zum Verzweifeln. Da setzt Du im Marketing alle Hebel in Bewegung, um Besucher auf Deine neue Website zu lotsen. Du trommelst bei Facebook, Instagram und Co., Du schaltest Adwords-Anzeigen, Du bestückst Deine Website mit lauter suchmaschinenoptimierten Inhalten, Du twitterst Dir die Finger wund. Und was ist das Ergebnis?

Ein Strohfeuer.

Du schaffst es unterm Strich also für Traffic in Form von vielen Website-Besuchern zu sorgen – und das ist in der Tat auch ein großer Erfolg. Doch: Was machen nun die vielen Leute auf Deiner schönen Website?

Sie schauen, sie lesen, sie klicken, und am Ende sagen sich einige: Mensch, das ist wirklich eine tolle Seite, hier komme ich demnächst wieder. In Wirklichkeit kommen sie natürlich nicht wieder. Denn bei all den Online- und Offline-Angeboten die tagtäglich auf den Einzelnen einprasseln, schaffen es nur die allerwenigsten, sich eine Website zu merken.

Newsletter Marketing bringt Stamm-User und immer wieder neuen Traffic

Was Du also brauchst, ist eine Art Haken. Einen Haken, der User an Deiner Seite festhält. Im positiven Sinne natürlich – denn alle Aktionen die auf Unfreiwilligkeit beruhen, können eigentlich nur nach hinten losgehen. Ein idealer Haken ist Dein Email-Newsletter, den Deine User bei Interesse abonnieren können.

Hat sich ein Website-Besucher für Deinen Newsletter einmal eingetragen, ist die Chance hoch, dass er zum Stamm-Besucher wird – vorausgesetzt Du versorgst ihn künftig mit nützlichen, sinnstiftenden oder unterhaltenden Inhalten.

Und Stamm-Besucher sind gleichzeitig neuer Traffic. Sobald Du also vernünftige Emails mit Deinem Email-Marketing-Tool verschickst, sorgst Du für neuen Traffic auf deiner Website, und das zu null bis extrem geringen Kosten.

Mit Deinem Newsletter Marketing machst Du aus einem einmaligen Website-Besuch also einen dauerhaften Kontakt, anstatt ihn in den Weiten des Internets zu verlieren. Und aus diesem Interessent wird später im Idealfall ein echter Neukunde.

Sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis

Im Vergleich zu manch anderem Marketing-Kanal im Online-Marketing ist Newsletter-Marketing definitiv einer der preisgünstigsten. Und das gilt vor allem für den Start in dieser Marketing-Spielart. Denn die meisten Newsletter-Tools bieten Tarife, die sich nach der Anzahl an Email-Empfängern richten, welche zu Anfang in der Regel natürlich sehr wenige sind.

Bei vielen Tools kannst Du sogar komplett kostenlos einsteigen und zahlst erst, wenn eine gewisse Anzahl an Emails zusammenkommt.

Auch wenn die Email hier und da als altbacken belächelt wird, ist sie nach wie vor ein extrem wirksamer Marketing-Kanal. Zieht man den Return-On-Invest heran, bringt das Email-Marketing unterm Strich wirklich sehr gute Werte.

Zudem hast Du diverse Stellschrauben selbst in der Hand und kannst Deine Kampagnen hoch-individuell auf Deine Zielgruppe und/oder Kunden ausrichten.

Schnell und flexibel

Via Email-Marketing kannst Du mit Deinem Unternehmen jederzeit binnen weniger Minuten tausende Leser ansprechen und aktivieren. Sowohl das Erstellen der Emails, als auch das Versenden Deiner Inhalte geht wirklich schnell, was Dich im Marketing sehr flexibel macht.

So kannst Du neben Deinem langfristigen Marketingplan auch spontane Aktionen fahren, wenn Du beispielsweise kurzfristig wichtige Informationen bekanntgeben willst (oder musst).

Technisch schnell erlernbar

Newsletter-Marketing ist keine Raketenwissenschaft! Natürlich musst Du Dich ein wenig einfuchsen, wie es bei jedem Online-Tool mehr oder weniger nötig ist. Doch um diese Marketing-Methode so zu beherrschen, dass Du zumindest technisch und rechtlich sauber damit starten kannst, genügen wenige Tage oder im Schnelldurchlauf nur ein paar Stunden.

Und auch wenn einige Newsletter-Tools einen riesigen Fundus an Features und Funktionen mitbringen, ist die Nutzerführung meist so gestaltet, dass Du darin Schritt für Schritt eintauchen kannst. Außerdem gibt es Blogbeiträge wie diesen hier, die Dir mit Tipps und Anleitung den erfolgreichen Einstieg ins Newsletter-Marketing hoffentlich noch einfacher machen.

Messbar

Nicht zu unterschätzen ist die Messbarkeit des Newsletter-Marketings mit seinen vielen Analyse-Möglichkeiten. Dadurch bist Du niemals im Blindflug unterwegs, sondern bekommst zu jedem Email-Versand und zu Deiner Newsletter-Liste generell diverse Analysen und Reports geliefert.

  • Wieviele Empfänger haben den Newsletter geöffnet?
  • Wieviele davon haben welchen Link geklickt?
  • Wieviele Newsletter-Empfänger haben sich abgemeldet?
  • Wieviele Newsletter-Abonnenten haben sich zu welcher zeit neu über Deine Landingpage angemeldet?

Das ist nur eine Auswahl der wirklich grundlegenden Analysen. Nicht jede Auswertung muss für Dich interessant sein, doch vieles davon gibt Dir wertvolle Erkenntnisse, die Du in weitere Newsletter-Versendungen einfließen lassen und diese damit stetig verbessern kannst.

Newsletter-Software aussuchen

Bevor es richtig losgeht mit dem Newsletter-Marketing, gilt es sorgfältig eine passende Software zu finden. Denn wenn Du erstmal einen der Services ausgesucht hast, und alles dort eingerichtet hast, dann ist ein Wechsel zwar jederzeit möglich, er kostet aber immer einiges an Arbeit.

Email-Marketing-Anbieter-Überblick

Ich persönlich setze für meine Newsletter derzeit CleverReach und teils GetResponse ein, womit ich sehr zufrieden bin.

In meiner Liste von Anbietern für Email-Marketing-Software findest Du über 20 weitere Newsletter-Tools von deutschsprachigen Anbietern und aus dem internationalen Bereich mit Tipps und Informationen zu den wichtigsten Features und Tarifen. Bei vielen Anbietern kannst Du auch mit einem kostenlosen Tarif reinschnuppern.Email-Marketing-Tools

Tipps zur Auswahl der richtigen Software

Was ist für Dich nun relevant beim Aussuchen der richtigen Newsletter-Software? Je nachdem, welche Art von Business Du betreibst oder startest, werden die Anforderungen an die Funktionen und Kosten unterschiedlich sein. In meinen Augen sind dies die wichtigsten Kriterien:

  • Einfache Bedienung: Das tägliche Arbeiten mit Deinem Email-Marketing-System sollte möglichst einfach und intuitiv sein – schließlich soll es unterwegs auch Spaß machen. Erstelle Dir dazu einfach mal Test-Accounts bei dem einen oder anderen Anbieter, und spiele vor allem ein wenig mit dem Email-Editor herum. Denn damit wirst Du später immer wieder arbeiten.
  • Email-Automatisierung: Richtig Spaß macht das Email-Marketing erst, wenn einzelne Kampagnen auch automatisiert werden können. So kannst Du zum Beispiel aufeinander aufbauende Themen-Serien versenden, oder bestimmte Emails nur bei bestimmten Aktionen des Lesers versenden. Viele Newsletter-Tools bieten eine Automatisierung als Feature, aber nicht bei allen ist das Anlegen solcher automatisierten Email-Kampagnen auch wirklich einfach und übersichtlich.
  • Rechtssicherheit: Klar, eine absolute Selbstverständlichkeit. Der Versand von Emails über welchen Anbieter auch immer muss sich im rechtlich zulässigen Rahmen bewegen. Dazu weiter untern mehr.
  • Schnittstellen zu bestehenden Systemen im Unternehmen: Hast Du bereits ein CRM-System oder andere Online-Systeme, mit denen Du Kunden verwaltest? Dann wäre es ideal, wenn Du diese mit Deinem neuen Newsletter-Tool verknüpfen kannst. Schaue daher mal bei den Schnittstellen und Integrationsmöglichkeiten der Tool-Anbietern ob und wie sich die Systeme koppeln lassen.
  • WordPress-Integration: Insbesondere wenn Deine Website mit WordPress erstellt ist, wäre es ideal, wenn Dein Email-Marketing-Tool dazu Plugins oder andere einfache Integrationsmöglichkeiten bietet. So kannst Du Dir bei der späteren Einbettung der Anmeldeformulare in Deine Website viel Arbeit sparen.
  • Kampagnen-Analyse-Optionen: Je nachdem, welche Kennzahlen und in welcher Detailtiefe diese für Dich wichtig sind, lohnt sich ein Blick in die Analyse-Möglichkeiten.
  • Tarife: Last but not least die Kostenfrage. Glücklicherweise ist Email-Marketing wirklich nicht teuer. Um den für Dein Budget sowie für Deine voraussichtliche Listengröße und Versandfrequenz richtigen Anbieter ausfindig zu machen, kannst Du in dieser Newsletter-Tool-Liste die grundlegenden Tarife miteinander vergleichen.

Newsletter-Software einrichten

So, hast Du eine passende Software gefunden, mit dem Du starten möchtest? Dann geht´s jetzt richtig los.

Je nachdem, für welchen Anbieter Du Dich entschieden hast, wirst Du eine ganze Reihe verschiedener Einstellungsmöglichkeiten vorfinden. Ich konzentriere mich hier auf die aus meiner Sicht wichtigsten zum Start – und zwar in dieser Reihenfolge:

Listen für Newsletter-Abonnenten

Bevor Du mit einer Email-Marketing Kampagne startest, also bevor Du Emails verschicken kannst, benötigst Du logischerweise Abonnenten, an die Du Deine Emails als Newsletter versenden kannst. Und diese Abonnenten kommen in eine Email-Liste.

Das ist zum Glück keine große Sache. Lege in der Empfängerverwaltung Deines Emails Tools einfach eine solche Liste an, und gib ihr einen für Dich logischen Namen.

Bei den einzelnen Email-Marketing-Tools heißt diese Empfängerverwaltung „Kontakte“, „Listen“, „Empfänger“ oder ähnliches. Bei manchen gibt es auch die Aktion „Liste erstellen“ direkt als Button. Das wirst Du sicher schnell finden.

Die Liste ist für die nächsten Schritte notwendig. Denn wenn Du zum Beispiel ein Anmeldeformular erstellen willst, muss dieses wissen, in welche Liste es die Anmelder einsortieren soll.

Vielleicht hast Du auch bereits einen Bestand an Email-Adressen Deiner Kunden oder Deiner Zielgruppe, die Du für die neue Liste übernehmen kannst. Das solltest Du rechtlich abklopfen. Denn Du musst auf jeden Fall das nachweisbare Einverständnis eines jeden Empfängers haben, dass Du ihm Emails senden darfst. Wenn dem so ist, steht einem Import dieser Empfänger nichts mehr im Wege.

Formulare

Damit sich Abonnenten für Deinen Newsletter über Deine Website oder andere Online-Präsenzen Deines Unternehmens anmelden können, ist ein Formular erforderlich. Auch dieser Punkt sollte bei den meisten Tools recht schnell zu finden sein.

Newsletter-Marketing-Formular

Einfaches Anmeldeformular im Editor des Newsletter-Tools

Schon bei der Auswahl Deines Newsletter-Tools empfiehlt es, auf einen guten Formular-Editor zu achten. Einige Tools bieten hier nur rudimentäre Gestaltungsmöglichkeiten, andere haben einfach bedienbare Editoren, mit denen Du schöne und wirkungsvolle Formulare gestalten kannst.

Unter anderen war der Formular-Editor für mich ein Grund GetResponse* zu wählen. Aber auch beispielsweise Newsletter2Go * hat einen ordentlichen Editor für Anmeldeformulare.

Newsletter-Marketing-Anmelde-Formular für mobile Geräte

Newsletter-Marketing-Anmelde-Formular für mobile Geräte

Im Zuge der Formular-Erstellung müssen auch die Double-Optin-Emails definiert werden, die versendet werden, wenn sich jemand über das Formular anmeldet. Bei einigen Tools geschieht das direkt bei den Formularen. Bei anderen ist es an die Listen gekoppelt.

Versand-Einstellungen

Bevor Du im nächsten Schritt das Newsletter-Anmeldeformular auf Deiner Website einbindest, solltest Du noch die Versand-Einstellungen machen. Das heißt, Du stellst die Email-Adresse und den Absendernamen für den späteren Email-Versand ein, plus optional noch ein paar weitere Einstellungen.

Das ist jetzt wichtig, weil der Versand bereits in Kraft treten kann, sobald Du das Formular irgendwo online stellst. Denn meldet sich jemand an, bekommt er über die von Dir definierte Adresse zumindest schon die Double-Optin-Email.

Auch hier lohnt sich in der Phase der Planung vorab ein Blick hinter die Kulissen der unterschiedlichen Newsletter-Tools: Die Frage ist, inwieweit Du die Versand-Einstellungen selbst bestimmen kannst. Kannst Du beispielsweise über deine eigene Domain versenden, oder läuft dies zwangsläufig über den Tool-Anbieter?

Anmeldeformular auf der Website implementieren

Nun folgt der letzte Schritt, bevor Dein eigentliches Email-Marketing starten kann. Du bindest das Anmeldeformular zum Newsletter auf Deiner Website ein.

Standardmäßig kannst Du mit den meisten Email-Marketing-Tools HTML-Codes aus Deinen Formularen generieren, die Du dann auf Deiner Website einbinden kannst. Das ist allerdings nicht unbedingt die praktikabelste Lösung.

  • Schnittstellen: Idealerweise bietet Dein Newsletter ein WordPress-Plugin oder ein ähnliche Schnittstelle, um es einfach und flexibel auf Deiner Website einzubinden. Verwende, wenn es irgendwie möglich ist, eine solche Schnitstelle. So ist es in der Handhabung leichter, und auch die responsive Darstellung geht so normalerweise besser. Das heißt, Dein Formular wird auf Handys in angepasster, also für den kleinen Bildschirm optimierter Form dargestellt.
  • Freebie zur Adressgewinnung: Technisch nicht zwingend notwendig, aber aus Marketing-Sicht sehr empfehlenswert sind an dieser Stelle übrigens sogenannte Freebies, die Du gleich in Dein Formular mit einbindest. Das heißt, Du gibst jedem Anmelder zu Deinem Newsletter etwas kostenloses mit dazu. Bei mir ist es beispielsweise das Ebook „Das 1.000-Euro-Startup“.

Newsletter erstellen

Wenn die Basics nun stehen, und Du die ersten Newsletter-Abonnenten hast, kannst Du Dich ans Verfassen Deiner ersten Mailings machen.

Ganz wichtig vorweg: Mache jetzt nicht einfach nur Werbung für Deine Produkte, ansonsten melden sich die Leute reihenweise wieder aus Deiner Liste ab.

Nutzwert ist das wichtigste hinsichtlich der Inhalte im Newsletter Marketing.

Bringe immer wieder neue Beiträge mit inhaltlicher Substanz. Und führe Deine potenziellen Kunden auf diesem Wege langsam an mögliche Angebote heran.

Betreffzeile

Los geht es meist scheinbar locker mit der Betreffzeile für Dein Mailing. Doch die hat es in sich. Denn die Formulierung Deiner Betreffzeile hat erheblichen Einfluss auf den Erfolg Deines Mailings.

Ist der Betreff luschig gemacht, wird die Email bei vielen Empfängern erst gar nicht geöffnet, sondern wandert direkt in den Papierkorb – egal wie toll Du den Inhalt gestaltet hast. Schreibst Du einen spannenden, kurzen, knackigen Betreff, der Interesse auf den Inhalt weckt, dann erhöhst Du die Chance des Gelesenwerdens Deiner Informationen.

Sei also kreativ, und überlege Dir mehrere Varianten für die Betreffzeile. Du kannst bei vielen Newsletter-Tools auch zwei verschiedene Betreffs ins Rennen schicken als A/B-Test. Dabei wird die Email zunächst nur an einen kleinen Teil Deiner Leserschaft geschickt, je zur Hälfte mit dem Betreff A und dem Betreff B. Der Betreff mit der besten Öffnungsrate wird dann für die weiteren Emails eingesetzt.

Template gestalten

Damit Du nicht für jede einzelne Email ein neues Layout gestalten musst, erstelle am besten eine Vorlage. Die meisten Tools bieten auch selbst schon Vorlagen, die Du anpassen kannst.

In die Vorlage kannst Du beispielsweise Dein Logo einbauen sowie Schrifttypen und Farben analog zu Deiner Website und Deinen Social Media Kanälen einstellen. Apropos Social Media – bist Du auf bestimmten Plattformen aktiv, dann binde doch standardmäßig auch gleich deren Icons mit entsprechenden Links auf Deine Social Media Profile ein.

Aber übertreibe es nicht mit der Gestaltung, denn oft ist weniger mehr. Und auch gegen eine Email, die rein aus Text besteht, ist nichts einzuwenden. Zur Vermeidung der Einstufung als Spam kann das sogar förderlich sein.

So sieht´s zum Beispiel im Editor meines Templates bei GetResponse* aus:

newsletter-marketing-editor

Email-Editor bei GetResponse

Persönliche Ansprache

Email-Marketing ist im Vergleich zu anderen Marketing-Kanälen sehr persönlich. Das liegt allein schon daran, dass eine Newsletter-Email zusammen mit lauter privaten und/oder beruflichen Emails im Postfach den Abonnenten liegt. Das ist Chance und Verpflichtung zugleich.

Die Chance liegt darin, den Empfänger der Email ganz persönlich anzusprechen. Das hat zum einen die wortwörtlich sprachliche Komponente im Schreibstil. Zum anderen sind es die technischen Möglichkeiten der Newsletter-Tools zur Personalisierung des Textes.

Wer bei der Newsletter-Anmeldung den Namen des Empfängers erhebt, kann ihn später auch damit ansprechen. Zudem lässt sich die Ansprache in Abhängigkeit von bestimmten Aktionen oder Reaktionen in Bezug auf vorherige Email-Kampagnen individualisieren. Du kannst Deine Liste damit in bestimmte Segmente einteilen und diese dann unterschiedlich ansprechen, zum Beispiel als Zielgruppe Anfänger und Zielgruppe Fortgeschrittene.

Auch wenn Du im B2B-Bereich unterwegs bist, wo es vordergründig um Unternehmen geht, gibt es übrigens keinen Grund von der persönlichen Ansprache abzuweichen. Deine Adressaten sind zwar angestellt in einem Unternehmen, oder sie leiten eines, sie sind aber weiterhin normale Menschen.

Die Verpflichtung des Persönlichen beim Email-Marketing liegt auf der Hand: Wer im privaten oder beruflichen Postfach eines Fremden mit seiner Email landet, der sollte mit Bedacht vorgehen. Schließlich ist dies ein ziemlich sensibler Bereich. Eine zu hohe Frequenz des Email-Versandes oder immer wieder nur Verkaufstexte nerven auf die Dauer. Das ist nicht nur schlecht für den Email-Empfänger, sondern auch für den Versender, denn die Reaktionen der Leser würden nach und nach weniger werden, und immer mehr Leute würden sich genervt abwenden.

Erfolgreiches Newsletter Marketing hat immer direkt den Menschen vor Augen, und nicht einfach nur eine anonyme Liste.

CTA

Apropos Aktion und Reaktion: In aller Regel zielt eine Email-Kampagne auf eine bestimmte Reaktion des Lesers ab. Sei es nur ein Klick´ zu einem bestimmten Artikel, sei es die Teilnahme an einer Umfrage, sei es der Kauf eines Produktes – irgendwas soll der Leser machen.

Und was das ist, was der Leser konkret tun soll, das solltest Du ihm mitteilen – in Form eines „Call To Action“, eines „CTA“.

Meistens ist dieser CTA ein Klick, der den Leser weiterführt. Und dieser Klick ist das vordergründige Ziel einer Email-Kampagne. Deshalb sollte auch alles darauf ausgerichtet sein, und der CTA sollte klar erkennbar und verständlich sein. Im Prinzip kann der CTA als gedanklicher Anker für Dich dienen, schon wenn Du mit der Gestaltung Deines Newsletters beginnst.

Stil

Beim Erstellen und Versenden einer Newsletter Email solltest Du immer eines vor Augen haben: Du bist nicht der Einzige, der mit seine Botschaft zum Leser transportieren möchte. Es ist vielmehr eine Flut an Werbung und Informationen, die ein Otto-Normal-User heute bewältigen muss. Gegenüber Marketing-Blabla sind viele deshalb schon abgestumpft.

Versuche also Deine Kommunikation möglichst natürlich zu halten. Bringe keine Phrasen und Marktschreierei, sondern versuche Deinen eigenen Ton, Deinen Stil zu finden. Ein Stil, der sich auch durch Deine anderen Marketing-Kanäle zieht und Dich etwas von anderen absetzt.

Schreibe zum Beispiel so, als würdest Du Dich persönlich und exklusiv an einen Freund wenden, dem Du einen besonders wertvollen und nützlichen Tipp geben willst.

Nutzwert

Einfach nur Newsletter raushauen um des Newsletters wegen bringt nichts. Es sollte auch Substanz in Deinen Inhalten stecken, etwas das dem Leser hilft, ein echter Nutzwert.

Gibt es vielleicht bestimmte Fragen, die Deine Leser oder (potenziellen) Kunden immer wieder stellen? Dies sind ideale Ausgangspunkte für nutzwertige Inhalte.

Ansonsten kannst Du auch mal Deine Leser fragen, was für sie in Deinem Thema die drängendsten Fragen und Probleme sind. Gerade Neu-Abonnenten bringen oft eine Menge Fragen mit. Gibst Du ihnen Gelegenheit, diese beispielsweise einfach per Antwortmail zu stellen, stärkst Du gleich die Bindung zu ihnen und bekommst Inspirationen für Content mit Nutzwert.

Versand testen

Auch wenn Deine Email-Liste anfangs noch nicht tausende Empfänger enthält, gehört ein Test des Newsletters vor dem eigentlichen Versand zum Pflichtprogramm.

Wenn wirklich alles von der Betreffzeile über den Inhalt bis zur optischen Gestaltung fertig ist, versende den Newsletter mindestens einmal an Dich selbst und schaue Dir die Email auf verschieden großen Bildschirmen an. Viele Newsletter-Marketing-Tools bieten auch Vorschauen für Handys, Tablets und Desktop-Bildschirme.

Zeit und Frequenz

Wann solltest Du Deine Newsletter versenden und wie oft? Das lässt sich so pauschal gar nicht sagen. Denn es hängt von mehreren Faktoren ab.

Gibt es zu Deinem Thema beispielsweise täglich etwas wirklich substanziell Neues, dann kann natürlich auch ein täglicher Newsletter sinnvoll sein. Geht es bei Dir hingegen um sporadisch stattfindende Events, dann kann auch die Newsletter-Frequenz analog dazu aufgebaut sein. Wichtig ist hinsichtlich der Versandfrequenz in erster Linie, dass eine gewisse Kontinuität da ist, auf die sich die Leser verlassen können.

Zur Frage des optimalen Zeitpunktes für den Email-Versand gibt es auch etliche Untersuchungen. Häufig kristallisiert sich dabei morgens am Wochenanfang als guter Zeitpunkt heraus. Was daran liegt, dass dann die meisten Leute noch offen sind, und ohnehin vor allem berufliche Emails abrufen.

Letztlich hängt der optimale Zeitpunkt wohl davon ab, wann Deine Zielgruppe am ehesten bereit ist, sich mit Deiner Botschaft zu beschäftigen. Was im B2B der Montagmorgen ist, kann im B2C hingegen auch das Wochenende oder der Abend sein, wo viele Menschen privat ins Online-Shopping eintauchen.

Redaktionsplan

Wenn Du gerade mit dem Newsletter-Marketing startest, hast Du vielleicht schon eine Handvoll inhaltlicher Ideen im Hinterkopf, aus denen Du interessante Newsletter erstellen kannst. Perfekt! Doch denke auch über den Tag hinaus.

Wie schon gesagt, ist generell im Content Marketing eine gewisse Kontinuität ratsam. Damit Du also nicht nur zu Beginn ein inhaltliches Strohfeuer abfackelst, entwickle systematische Themen, zu denen es sich lohnt einen Newsletter zu verfassen. Und stelle einen Plan auf, wann Du welche Themen bearbeitest, schreibst und versendest.

Konstanz und Durchhaltevermögen

Verzweifele übrigens beim späteren Versand nicht, wenn auch nach dem zweiten oder dritten Newsletter das Klingeln der Kasse ausbleibt. In der Regel sind in der Werbung generell 5-10 Kundenkontakte nötig, bis ein Neukunde genügend Vertrauen für einen Kauf gewonnen hat. Also bleibe am Ball!

Und: Selbst wenn ein Email-Abonnent nicht kauft, kann er dennoch Multiplikator sein!

Newsletter-Abonnenten gewinnen

Der Aufbau eines Newsletter-Verteilers gehört zu den wichtigsten Aufgaben im Email Marketing. Gerade zu Beginn tun sich aber viele Unternehmer schwer damit, neue Newsletter-Abonnenten zu gewinnen.

Tausende neuer Email-Adressen für Dein Newsletter Marketing zu gewinnen, klappt nicht von heute auf morgen, sondern benötigt Zeit. Aber Du wirst schnell merken, dass es sich lohnt. Denn ein eigener Newsletter-Verteiler bietet ein riesiges Potenzial für mehr Reichweite und steigert den Wert Deiner Website rapide.

Bevor Du mit dem Aufbau Deines Verteilers beginnen kannst, musst Du zunächst ein geeignetes Newsletter Tool auswählen und möglichst auf Deiner WordPress-Seite einbinden. Wir selbst arbeiten seit Jahren unter anderem mit CleverReach. Daher haben wir hier hier auch einen Artikel, der Dir zeigt, wie Du das Tool in Deine WordPress-Seite einbindest.

Hast Du das geschafft, kannst Du Dich um den Aufbau Deines Newsletter-Verteilers kümmern.

Warum es sich lohnt, neue Newsletter-Abonnenten zu gewinnen

Einer der Vorteile beim Email Marketing ist die Unabhängigkeit von Plattform-Betreibern wie beispielsweise bei Social Media. Die Reichweite, die Du über Newsletter Marketing generierst, ist Deine eigene und Du allein bestimmst, was mit den Daten passiert und wie oft Deine Leser angeschrieben werden.

Darüber hinaus kannst Du Dir sicher sein, dass Deine Newsletter-Abonnenten ein gewisses Interesse an Dir und Deinem Angebot haben. Sonst hätten Sie sich auch nicht dazu entschieden, Deinen Newsletter zu abonnieren. Die Email-Adressen, die Du so gewinnst, sind also dementsprechend hochwertig.

Weil Du mit Deinen Kunden im direkten Kontakt stehst, kannst Du außerdem einfacher auf Tipps und Feedback reagieren und den Newsletter so nach ihren Wünschen und Bedürfnissen zusammenstellen.

Der Aufbau des Verteilers erfordert einiges an Arbeit und vor allem Geduld. Stellst Du es richtig an, wirst Du aber schnell merken, dass sich die Mühe lohnt.

Voraussetzungen, um Newsletter-Abonnenten zu gewinnen

In Zeiten von Internetbetrug, Spam-Fluten und Malware gibt niemand mehr leichtfertig seine Kontaktdaten heraus. Damit sich ein Interessent aber tatsächlich in Deine Email-Liste eintragen, musst Du Vorarbeit leisten:

  1. Schaffe Vertrauen: Überzeuge Deine Leser mit einer professionellen Webseite. Je besser das Erscheinungsbild ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Leser am ball bleiben
  2. Überzeuge mit guten Inhalten: Gebe Deinen Interessenten gute Gründe, sich für Deine Email-Liste zu registrieren. Überzeuge sie mit hochwertigen Inhalten. Zeige ihnen, dass Du Antworten auf seine Fragen und Lösungen für seine Probleme hast.
  3. Belohne Deine Abonnenten: Bringe Deinem Leser noch mehr Nutzwert – und zwar exklusiv in Form eines Incentives, oder auch „Freebies“.

Freebies als Booster für den Newsletter

Okay, zugegeben: Einfach so einen Email-Newsletter zu abonnieren, das macht nicht jeder. Die Hemmschwelle ist vielen zu hoch, und der eine oder andere mag auch Sorge haben, dass er fortan mit Blödsinn vollgespamt wird. Wie kannst Du diesen Schwierigkeiten also begegnen?

Psychologisch gesehen ist das recht einfach: Biete Deinen Website-Besuchern einen Anreiz für das Abonnieren des Newsletters. Die beliebteste Form für einen solchen Anreiz ist ein sogenanntes Freebie – Ein Ebook, eine Checkliste oder ein ähnliches digitales Produkt, das Du kostenlos mittels Deiner Newsletter-Software an jeden Newsletter-Abonnenten rausgibst.

Je besser das Freebie, umso besser auch die Conversion, also die Umwandlung von reinen Lesern in Newsletter-Abonnenten.

In meinem Blog Autaak.de ist dies zum Beispiel das Ebook „Das 1.000-Euro-Startup“, das es gratis als Download parallel zur Newsletter-Anmeldung gibt.

Ebook als Newsletter-Marketing-Freebie

Newsletter-Marketing-Freebie: Ebook „Das 1.000-Euro-Startup“

Die allermeisten Email-Marketing-Tools bieten auf einfachem Wege die Einbindung eines Freebies durch automatisierte Emails, die jeder User direkt nach seiner Anmeldung bekommt. Ich arbeite hier seit Jahren mit der Software CleverReach*, wo die Automatisierung wirklich gut funktioniert.

Mit diesen Incentives gewinnst Du neue Newsletter Abonnenten:

Email-Serie

Eine Email-Serie bereitet Deinen Leser in gewisser Weise auf das vor, was Dein WordPress Blog zu bieten hat. Über mehrere Tage oder sogar Wochen verschickst Du automatisch Mails zu einem bestimmten Thema. So bleiben neue Besucher am Ball und müssen nicht erst auf den nächsten Beitrag von Dir warten.

Der Vorteil von Email-Serien: Ein Thema wird in mehrere Mails heruntergebrochen und ist damit einfacher verdaulich als beispielsweise Whitepaper oder E-Books.

Cheat Sheet

Cheat Sheets sind Spickzettel mit Informationen, die leicht übersehen oder vergessen werden. Ein gutes Cheat Sheet liefert dem Leser etwas, mit dem er direkt produktiver wird oder seine Skills verbessern kann.

Ein Cheat Sheet kann beispielsweise ein Dokument mit den wichtigsten Grundbegriffen im Email Marketing sein. Dieses kannst Du einfach in Word oder Pages erstellen und übersichtlich gestalten.

Vorlage

Lieferst du Deinen Kunden online via Newsletter eine Vorlage, müssen sie sich nicht die Mühe machen, das Ganze selbst zu erstellen. Sie können sie stattdessen direkt mit ihren eigenen Inhalten füllen.

Als Grafiker könntest Du beispielsweise eine Vorlage für Visitenkarten bereitstellen. Auf meinem Blog findest Du, wenn auch nicht direkt als Newsletter Incentive, wiederum eine Vorlage für einen Redaktionskalender. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Die Vorlage sollte für die Nutzer allerdings relevant sein und ihre Arbeit erleichtern.

Toolkit

Ein Toolkit hat mehr Wert als eine einzelne Vorlage und ist dann sinnvoll, wenn Du bereits einige Ressourcen wie zum Beispiel Videos, Checklisten oder Work Sheets aufweisen kannst. Zum einem haben Leser mit einem Download so alle Ressourcen gebündelt, zum anderen sehen sie Dein Wissen und Deine Expertise.

Du kannst das Toolkit Deinen Newsletter Abonnenten als .zip-file zum Download bereitstellen, oder Du baust eine separate (passwortgeschützte) Seite auf Deiner Website.

Videokurs

Incentives bedürfen nicht immer der schriftlichen Form. Manche Leute bevorzugen zum Beispiel Videos, weshalb auch ein Videokurs einen tollen Anreiz für die Anmeldung zum Newsletter darstellt.

Du hast die Wahl zwischen einem einzelnen Video zu einem großen Thema und einer Serie, die aus mehreren Unterthemen besteht. In beiden Fällen solltest Du Dir aber die Mühe machen, scharfe Videos zu produzieren, die ordentlich geschnitten sind. Denn mit einem schlechten Videokurs läufst Du Gefahr, dass die neu gewonnenen Newsletter Abonnenten sofort wieder abspringen.

Whitepaper

Whitepaper sind Ratgeber zu spezifischen Fragestellungen, die dem Leser nützliche Tipps und Informationen an die Hand geben. In diesen wird gänzlich auf werbliche Inhalte verzichtet, da sie in erster Linie der Wissensvermittlung dienen sollen.

Die Erstellung eines guten Whitepapers kann schon mal ein paar Tage dauern. Allerdings kannst Du mit diesem Dein Wissen hervorragend präsentieren und Dich noch stärker als Experte in Deiner Nische positionieren.

E-Book

Ähnlich zum Whitepaper nimmt auch ein E-Book viel Zeit in Anspruch. Die Arbeit, die Du in ein E-Book hineinsteckst, wird sich aber spätestens mit dem wachsenden Email-Verteiler bezahlt machen. Denn Besucher Deiner Webseite sind eher bereit, ihre Email-Adresse dafür herauszugeben als bei einer einfachen Checkliste. Schließlich liefert ein E-Book auch deutlich mehr Wert.

Bei Autaak bekommst Du mit Deiner Newsletter-Anmeldung beispielsweise das Ebook „Das 1.000-Euro-Startup“.

Deshalb solltest Du keine Adresslisten kaufen 

Gerade für einen Anfänger mit kleinem Verteiler klingt der Adresskauf verlockend. Hast Du Dir das selbst schon einmal überlegt, solltest Du das aber ganz schnell wieder vergessen. Denn Adressen zu kaufen, sollte bei professionellem und qualitativen Email-Marketing keine Option sein.

In Deutschland ist der Adresskauf sowieso in fast allen Fällen schlichtweg nicht erlaubt. Insbesondere dann, wenn es um elektronische Werbung geht, was beim Email-Marketing in der Regel der Fall ist.

Neben dem Kauf ist aber auch die Verwendung nicht zulässig. Denn für ein rechtskonformes Email Marketing ist die ausdrückliche beziehungsweise mutmaßliche Einwilligung des Empfängers notwendig. Im Zweifelsfall musst Du dies nachweisen können – was Du beim Adresskauf nicht unbedingt sicher kannst.

Du solltest auch deshalb die Finger vom Adresskauf lassen, weil die Qualität dieser Datensätze in den meisten Fällen sehr minderwertig ist. Die Adresslisten werden zudem oft mehrfach verkauft und Deine Emails gehen letztlich in der Masse unter.

Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, ist kein Hexenwerk

Der Aufbau Deines Email-Verteilers auf Deiner WordPress Website ist kein Ding der Unmöglichkeit. Mit ein wenig Geduld, Traffic und dem passenden Incentive für Deine Leser wird sich Deine Liste ganz von selbst vergrößern.

Du kannst jederzeit ein neues Incentive kreieren, wenn Du das Gefühl hast, dass das bisherige nicht gut genug ist. Vergiss dabei aber nicht, dieses auch Deinen bisherigen Email-Empfängern zukommen zu lassen.

Lass‘ Dir außerdem lieber ein bisschen mehr Zeit für ein wirklich wertvolles Incentive. Deine Leser werden es Dir mit Ihrem Abonnement danken und Du musst nie wieder auch nur einen Gedanken an den Adresskauf verschwenden.

Newsletter-Marketing analysieren

Nicht zuletzt den Versandzeitpunkt gilt es zu analysieren. Im Email-Marketing bietet sich ein weites Feld zum Ausprobieren und Analysieren – Stichwort Tracking. Jedes Newsletter-Marketing-Tool bietet zum Tracking der einzelnen Kampagnen, der Newsletter Abonnenten usw. unterschiedliche Reports. Hier ein paar Beispiele, was Du wie in Deinem Newsletter-Marketing-Tools analysieren kannst:

  • Öffnungsrate: Sieh´ Dir in den Report an, bei welchen Betreffzeilen am meisten Emails geöffnet werden.
  • Klickrate: Analysiere welcher Content und welches Content-Design zu den meisten Klicks innerhalb Deiner Emails führen.
  • Opt-Out-Rate: Da sich jeder Email-Empfänger in jeder Email auch wieder von deiner Liste abmelden kann, wirst Du analysieren können, bei welcher Art von Emails das verstärkt passiert. Damit erhältst Du wichtige Hinweise, was Deine Leserschaft anscheinend nicht so gern mag.
  • A/B-Tests: In den meisten guten Email-Marketing-Tools kannst Du eine Email in verschiedenen Versionen an zwei beliebig zusammengestellte Gruppen aus Deiner Liste versenden. So kannst Du zum Beispiel sehen, welche Betreffzeile zu einer höheren Öffnungsrate führt, oder welche CTA-Darstellung die Leser stärker zum Klick animiert. Oder Du versendest eine Email einfach manuell an zwei Gruppen Deiner Liste zu verschiedenen Zeitpunkten, und analysierst, welcher Zeitpunkt besser funktioniert.
  • Bouncerate: Bei einigen Email-Adressen funktioniert der Versand möglicherweise nicht. Ein gutes Newsletter-Tool merkt das, es registriert einen sogenannte „Bounce“. Die Bouncerate zeigt, wie viele Empfänger gar nicht erst erreicht werden. Ein „Hard Bounce“ wird als immer wieder unerreichbar identifiziert. Sortiere solche Email-Adressen am besten aus.

Schau´ Dir die unterschiedlichen Reports in den verschiedenen Tools mal an, und nutze sie für die stetige Optimierung Deines Newsletter-Marketing, und richte Deine Content-Strategie danach aus.

Rechtliches zum Newsletter-Marketing

Nun bin ich kein Jurist, und daher hüte ich mich, hier den Anspruch auf eine umfassende Rechtsberatung zum Email-Marketing zu geben. Das kann ich und das kann dieser Blogpost nicht leisten. Was ich aber nicht unterschlagen will, sind die folgende rechtlichen Basics, die Du unbedingt beachten solltest.

Einverständnis durch Double Opt-In

Wem Du regelmäßig Emails senden willst, der muss damit ausdrücklich sein Einverständnis erklärt haben. Und das geschieht im Newsletter-Marketing durch das sogenannte Double-Optin:

  1. Ein Leser meldet sich via Web-Formular bei Dir an.
  2. Er erhält eine automatische Email mit einem Bestätigungslink.
  3. Er klickt auf den Bestätigungslink.

Erst dann ist der Leser wirklich in Deiner Liste, und Du darfst ihm Deinen Newsletter senden. Jedes gute Email-Marketing-Tool hat so einen Prozess schon vorkonfiguriert, so dass Du darin nur noch Deine spezifischen Texte einsetzen musst.

Verständliche Anmeldung zum Newsletter

Der komplette Anmeldeprozess mit den oben genannten drei Stufen muss einfach und eindeutig verständlich sein. Der Leser muss an jeder Stelle wissen, worauf er sich einlässt, und mit wem er es zu tun hat.

Abmelde-Möglichkeit in jeder Email

Jede einzelne Email, die Du an Empfänger Deiner Newsletter-Liste versendest, muss einen klar ersichtlichen Abmeldelink beinhalten. Auch diesen liefern alle guten Newsletter-Tools automatisch im Newsletter-Editor mit. Lösche in also nicht, sondern lasse ihn  am besten für jede Email an der gleichen Stelle stehen, so dass es da keinerlei Missverständnisse geben kann.

Hinweis auf Abmeldelink im Anmeldeformular

Schon beim Anmeldeformular solltest Du darauf hinweisen, dass man sich jederzeit per Abmeldelink in jeder Email aus Deiner Liste wieder abmelden kann. Das ist gewissermaßen auch ein Vertrauenselement, da Du dem Leser damit gleich zeigst, dass er selbst die Sache immer in der Hand hat und sich keine Sorgen machen muss, irgendwann unkontrolliert vom Spam bombardiert zu werden.

Impressum einbinden

Damit der Email-Empfänger bei jeder Email unmissverständlich identifizieren kann, wer ihm die Mail geschickt hat, solltest Du standardmäßig Dein Impressum in die Emails einbinden. Auch das kann als Nebeneffekt das Vertrauen Deiner Leser steigern, weil Du damit weitere Transparenz demonstrierst.

Warum Social Media allein keine Alternative zum Newsletter Marketing ist

Nun wirst Du vielleicht sagen: Was soll ich mich mit dem ganzen Email-Marketing-Kram rumschlagen? Ich kann doch einfach in meinen sozialen Kanälen posten und darüber die Leute immer wieder auf meine Website bringen. Außerdem können die Leser meine Seiten bookmarken oder meinen Blog per RSS abonnieren.

Das ist grundsätzlich auch richtig. Wenn Du auf Facebook und Co. eine starke Fangemeinde aufgebaut hast, dann solltest Du diese Kanäle natürlich auch nutzen. Doch da gibt es ein große ABER:

Soziale Kanäle funktionieren als Streams, User bekommen also in loser Schüttung und enger Taktung Etliches vorgesetzt, das sie klicken, liken und sharen können. Deine Message kann da schnell untergehen. Statistisch funktioniert das Marketing über soziale Kanäle einfach nicht annähernd so gut wie Email-Marketing.

4 Gründe, warum Du neben Deinen Social-Media-Aktivitäten auch auf Newsletter Marketing setzen solltest:

  1. Zeitliche Verfügbarkeit
    Posts in Social Media Kanälen verschwinden in den Streams ebenso schnell wie sie auftauchen. Entweder man liest sie sofort oder gar nicht. Deine Email liest der Abonnent, wenn es für ihn am günstigsten ist. Das heißt: Er schenkt Deinen Informationen deutlich mehr Aufmerksamkeit.
  2. Die Beschränkung auf Network-Mitglieder
    Nicht jeder nutzt Social Media. Aber jeder, der im Internet unterwegs ist, hat eine Email-Adresse.
  3. Die Erreichbarkeit
    In der Flut eines Social Media Streams geht Deine Botschaft schnell unter. Ob sie Ihren Interessenten erreicht, bleibt dem Zufall überlassen. Ein Email-Newsletter kommt an. Und mit den meisten Newsletter-Tools kannst Du zudem tracken, ob Ihre Nachricht geöffnet, gelesen und mit welchen Inhalten interagiert wurde.
  4. Die persönliche Ansprache
    Beiträge in sozialen Netzwerken sind unpersönlich und richten sich immer an Deine Zielgruppe im Allgemeinen. In einer Email sprichst Du direkt mit den Leuten.

Auch RSS funktioniert übrigens als Stream, und selbst wenn jemand Deine Seite bookmarkt, ist das keine Garantie, dass er auch wirklich wiederkommt, vor allem nicht regelmäßig. Hinzu kommt, dass Du hinsichtlich RSS und Bookmarking nicht mit Freebies als Anreiz arbeiten kannst.

Letztlich können beide Disziplinen – Email-Marketing und Social Media – gut kombiniert werden. Wer als Stamm-Besucher via Email-Marketing erneut auf Deine Website kommt, kann schließlich auch wieder für Shares und Likes und damit für neuen Traffic sorgen.

Newsletter Marketing als Voraussetzung für Monetarisierung

Wenn Du Deine Website nicht als reines Hobby betreibst – und davon gehe ich mal stark aus – dann willst Du irgendwann auch man den Euro klingeln hören- Oder ums BWL-mäßig zu formulieren: Du willst Deine Website monetarisieren.

Hast Du nun ein B2C-Angebot mit relativ preisgünstigen Produkten, dann kannst Du Glück haben, und die Leute kaufen sofort etwas auf Deiner Seite. Diese Situation haben wir beispielsweise mit unserem Unternehmen MeinSpiel, wo Besucher schon für weniger als 15 Euro individuelle Spiele kaufen können. Doch sobald Deine Produkte oder Leistungen ein wenig teurer sind, funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr. Warum ist das so?

Frag´ Dich doch mal selbst: Bis zu welcher preislichen Schwelle bist Du bereit, auf einer Website, die Du zum allerersten Mal besuchst, Geld auszugeben? Dies ist sicher individuell, doch bei den allermeisten Menschen liegt diese Schwelle je nach Einkommenssituation und Risikobereitschaft deutlich unter hundert Euro.

Wer sich auf einen Deal einlassen soll, braucht vor allem eines: Vertrauen.

Vertrauen kannst Du zum einen mit Deiner Website selbst aufbauen, beispielsweise indem Du Kundenstimmen zeigst (Beispiel UltraPress) oder Qualitätssiegel (Beispiel MeinSpiel, unten rechts). Das kann allerdings nur eine Voraussetzung sein. Der wirkliche Aufbau von Vertrauen kann immer nur über einen längeren Zeitraum erfolgen durch mehrmalige Kontakte.

Indem Du via Email-Marketing mit den einzelnen Emails und Kampagnen immer wieder in vernünftigen zeitlichen Abständen mit Deinen Email-Abonnenten in Kontakt trittst, hast Du hier die Chance, ebendieses Vertrauen aufzubauen. Schreibe wie gesagt Nützliches, Sinnstiftendes oder Unterhaltendes, und fall´ den Leuten nicht mit Schwachsinn auf den Wecker. Dann ist ein wiederkehrender Besucher Deiner Website auch deutlich eher geneigt, höhere Beträge bei Dir auszugeben, weil er weiß, mit wem er es zu tun hat.

Fazit: Email-Tools testen und loslegen

Auch wenn Newsletter Marketing weitaus weniger hip als die neuesten Social-Media-Kanäle ist, steht es doch für ein äußerst effektives und vor allem effizientes Online Marketing. In kaum einem Kanal musst Du so wenig Geld ausgeben wie für die Nutzung der Software zum Email-Marketing und bekommst so gute Erfolgsquoten hinsichtlich Besucherzahlen, Klicks, Conversionrates und Verkaufszahlen.

Einmal technisch aufgesetzt sorgt Email-Marketing immer wieder für neuen Traffic, für Shares und Likes und für ein steigendes Vertrauen Deiner Website-Besucher in Dich und Dein Angebot.

Gerade wenn Du höherpreisige Produkte oder Leistungen anbietest, würde ich Email-Marketing als Muss bezeichnen, da Vertrauen beim Kauf die wichtigste Basis darstellt.

Glücklicherweise ist Newsletter Marketing keine Raketenwissenschaft. Doch die Fülle an Newsletter-Tools und -Services ist echt groß, so dass Du Dir mit Bedacht das für Dich passende Tool aussuchen solltest. Zum Glück wird die Qualität immer besser, und viele Anbieter haben kostenlose Schnuppertarife, so dass Du Dir einige auch mal unter der Haube ansehen kannst.

Dabei stößt Du oft auf ein ganzes Arsenal an Features, doch mit der richtigen Schritt-für-Schritt-Strategie behältst Du den Überblick und kannst Dich auf die wichtigsten Funktionen in der richtigen Reihenfolge konzentrieren.

Ich drück´ Dir die Daumen beim Eintauchen in ein für Dich hoffentlich erfolgreiches Newsletter Marketing.

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