Newsletter Marketing: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum erfolgreichen Start

Newsletter Marketing: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum erfolgreichen Start

Das Newsletter Marketing ist einer der wirkungsvollsten Marketing-Kanäle im Online-Marketing. Solltest Du Dich noch fragen, ob es sich überhaupt für Dich lohnt, mit Deinem Business ins Newsletter Marketing einzusteigen, so kann ich Dir versichern: In fast allen Fällen heißt die Antwort „Ja“.

Warum das so ist, und vor allem wie Du ganz konkret mit dem Marketing via Emails beginnen kannst, zeige ich Dir in dieser Anleitung.

Du bekommst Tipps, wo und nach welchen Kriterien Du den für Dich richtigen Anbieter von Newsletter-Software findest.

Du lernst Schritt für Schritt, wie Du Dein Newsletter-Tool Schritt für Schritt einrichtest. Denn die wichtigsten Schritte sind bei fast allen Tools zum Email-Marketing gleich.

Du lernst, wie Du Anmeldeformulare auf Deiner Landingpage einbaust, und natürlich in aller Ausführlichkeit wie Du Deine ersten Newsletter-Kampagnen, also Emails erstellst.

Dann werfen wir noch einen Blick auf die Analyse-Möglichkeiten und gehen die rechtlichen Basics zum Newsletter Marketing durch.

Vorteile von Newsletter-Marketing im Marketing-Mix

An dieser Stelle zunächst ein paar letzte Kicks für Dich vor dem Einstieg ins Newsletter Marketing:

Sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis

Im Vergleich zu manch anderem Marketing-Kanal im Online-Marketing ist Newsletter-Marketing definitiv einer der preisgünstigsten. Und das gilt vor allem für den Start in dieser Marketing-Spielart. Denn die meisten Newsletter-Tools bieten Tarife, die sich nach der Anzahl an Email-Empfängern richten, welche zu Anfang in der Regel natürlich sehr wenige sind.

Bei vielen Tools kannst Du sogar komplett kostenlos einsteigen und zahlst erst, wenn eine gewisse Anzahl an Emails zusammenkommt.

Auch wenn die Email hier und da als altbacken belächelt wird, ist sie nach wie vor ein extrem wirksamer Marketing-Kanal. Zieht man den Return-On-Invest heran, bringt das Email-Marketing unterm Strich wirklich sehr gute Werte.

Zudem hast Du diverse Stellschrauben selbst in der Hand und kannst Deine Kampagnen hoch-individuell auf Deine Zielgruppe und/oder Kunden ausrichten.

Schnell und flexibel

Via Email-Marketing kannst Du mit Deinem Unternehmen jederzeit binnen weniger Minuten tausende Leser ansprechen und aktivieren. Sowohl das Erstellen der Emails, als auch das Versenden Deiner Inhalte geht wirklich schnell, was Dich im Marketing sehr flexibel macht.

So kannst Du neben Deinem langfristigen Marketingplan auch spontane Aktionen fahren, wenn Du beispielsweise kurzfristig wichtige Informationen bekanntgeben willst (oder musst).

Technisch schnell erlernbar

Newsletter-Marketing ist keine Raketenwissenschaft! Natürlich musst Du Dich ein wenig einfuchsen, wie es bei jedem Online-Tool mehr oder weniger nötig ist. Doch um diese Marketing-Methode so zu beherrschen, dass Du zumindest technisch und rechtlich sauber damit starten kannst, genügen wenige Tage oder im Schnelldurchlauf nur ein paar Stunden.

Und auch wenn einige Newsletter-Tools einen riesigen Fundus an Features und Funktionen mitbringen, ist die Nutzerführung meist so gestaltet, dass Du darin Schritt für Schritt eintauchen kannst. Außerdem gibt es Blogbeiträge wie diesen hier, die Dir mit Tipps und Anleitung den erfolgreichen Einstieg ins Newsletter-Marketing hoffentlich noch einfacher machen.

Messbar

Nicht zu unterschätzen ist die Messbarkeit des Newsletter-Marketings mit seinen vielen Analyse-Möglichkeiten. Dadurch bist Du niemals im Blindflug unterwegs, sondern bekommst zu jedem Email-Versand und zu Deiner Newsletter-Liste generell diverse Analysen und Reports geliefert.

  • Wieviele Empfänger haben den Newsletter geöffnet?
  • Wieviele davon haben welchen Link geklickt?
  • Wieviele Newsletter-Empfänger haben sich abgemeldet?
  • Wieviele Newsletter-Abonnenten haben sich zu welcher zeit neu über Deine Landingpage angemeldet?

Das ist nur eine Auswahl der wirklich grundlegenden Analysen. Nicht jede Auswertung muss für Dich interessant sein, doch vieles davon gibt Dir wertvolle Erkenntnisse, die Du in weitere Newsletter-Versendungen einfließen lassen und diese damit stetig verbessern kannst.

Newsletter-Software aussuchen

Bevor es richtig losgeht mit dem Newsletter-Marketing, gilt es sorgfältig eine passende Software zu finden. Denn wenn Du erstmal eines ausgesucht hast, und alles dort eingerichtet hast, dann ist ein Wechsel zwar jederzeit möglich, er kostet aber immer einiges an Arbeit.

Email-Marketing-Anbieter-Überblick

Ich persönlich setze für meinen Newsletter derzeit GetResponse* ein, womit ich sehr zufrieden bin.

In meiner Liste von Anbietern für Email-Marketing-Software findest Du über 20 weitere Newsletter-Tools von deutschsprachigen Anbietern und aus dem internationalen Bereich mit Tipps und Informationen zu den wichtigsten Features und Tarifen. Bei vielen Anbietern kannst Du auch mit einem kostenlosen Tarif reinschnuppern.Email-Marketing-Tools

Tipps zur Auswahl der richtigen Software

Was ist für Dich nun relevant beim Aussuchen der richtigen Newsletter-Software? Je nachdem, welche Art von Business Du betreibst oder startest, werden die Anforderungen an die Funktionen und Kosten unterschiedlich sein. In meinen Augen sind dies die wichtigsten Kriterien:

  • Einfache Bedienung: Das tägliche Arbeiten mit Deinem Email-Marketing-System sollte möglichst einfach und intuitiv sein – schließlich soll es unterwegs auch Spaß machen. Erstelle Dir dazu einfach mal Test-Accounts bei dem einen oder anderen Anbieter, und spiele vor allem ein wenig mit dem Email-Editor herum. Denn damit wirst Du später immer wieder arbeiten.
  • Email-Automatisierung: Richtig Spaß macht das Email-Marketing erst, wenn einzelne Kampagnen auch automatisiert werden können. So kannst Du zum Beispiel aufeinander aufbauende Themen-Serien versenden, oder bestimmte Emails nur bei bestimmten Aktionen des Lesers versenden. Viele Newsletter-Tools bieten eine Automatisierung als Feature, aber nicht bei allen ist das Anlegen solcher automatisierten Email-Kampagnen auch wirklich einfach und übersichtlich.
  • Rechtssicherheit: Klar, eine absolute Selbstverständlichkeit. Der Versand von Emails über welchen Anbieter auch immer muss sich im rechtlich zulässigen Rahmen bewegen. Dazu weiter untern mehr.
  • Schnittstellen zu bestehenden Systemen im Unternehmen: Hast Du bereits ein CRM-System oder andere Online-Systeme, mit denen Du Kunden verwaltest? Dann wäre es ideal, wenn Du diese mit Deinem neuen Newsletter-Tool verknüpfen kannst. Schaue daher mal bei den Schnittstellen und Integrationsmöglichkeiten der Tool-Anbietern ob und wie sich die Systeme koppeln lassen.
  • WordPress-Integration: Insbesondere wenn Deine Website mit WordPress erstellt ist, wäre es ideal, wenn Dein Email-Marketing-Tool dazu Plugins oder andere einfache Integrationsmöglichkeiten bietet. So kannst Du Dir bei der späteren Einbettung der Anmeldeformulare in Deine Website viel Arbeit sparen.
  • Kampagnen-Analyse-Optionen: Je nachdem, welche Kennzahlen und in welcher Detailtiefe diese für Dich wichtig sind, lohnt sich ein Blick in die Analyse-Möglichkeiten.
  • Tarife: Last but not least die Kostenfrage. Glücklicherweise ist Email-Marketing wirklich nicht teuer. Um den für Dein Budget sowie für Deine voraussichtliche Listengröße und Versandfrequenz richtigen Anbieter ausfindig zu machen, kannst Du in dieser Newsletter-Tool-Liste die grundlegenden Tarife miteinander vergleichen.

Newsletter-Software einrichten

So, hast Du eine passende Software gefunden, mit dem Du starten möchtest? Dann geht´s jetzt richtig los.

Je nachdem, für welchen Anbieter Du Dich entschieden hast, wirst Du eine ganze Reihe verschiedener Einstellungsmöglichkeiten vorfinden. Ich konzentriere mich hier auf die aus meiner Sicht wichtigsten zum Start – und zwar in dieser Reihenfolge:

Listen

Um überhaupt irgendwohin Emails versenden zu können, brauchst Du eine Liste. Konkret gemeint ist eine Empfänger-Liste mit Email-Adressen. Das ist zum Glück keine große Sache. Lege in Deinem Emails Tool einfach eine solche Liste an, und gib ihr einen für Dich logischen Namen.

Bei manchen Email-Marketing-Tools geht dies über den Navigationspunkt „Kontakte“ oder ähnliches. Bei manchen gibt es auch die Aktion „Liste erstellen“ direkt als Button. Das wirst Du sicher schnell finden.

Die Liste ist für die nächsten Schritte notwendig. Denn wenn Du zum Beispiel ein Anmeldeformular erstellen willst, muss dieses wissen, in welche Liste es die Anmelder einsortieren soll.

Vielleicht hast Du auch bereits einen Bestand an Email-Adressen Deiner Kunden oder Deiner Zielgruppe, die Du für die neue Liste übernehmen kannst. Das solltest Du rechtlich abklopfen. Denn Du musst auf jeden Fall das nachweisbare Einverständnis eines jeden Empfängers haben, dass Du ihm Emails senden darfst. Wenn dem so ist, steht einem Import dieser Empfänger nichts mehr im Wege.

Formulare

Damit sich Abonnenten für Deinen Newsletter über Deine Website oder andere Online-Präsenzen Deines Unternehmens anmelden können, ist ein Formular erforderlich. Auch dieser Punkt sollte bei den meisten Tools recht schnell zu finden sein.

Newsletter-Marketing-Formular

Einfaches Anmeldeformular im Editor des Newsletter-Tools

Schon bei der Auswahl Deines Newsletter-Tools empfiehlt es, auf einen guten Formular-Editor zu achten. Einige Tools bieten hier nur rudimentäre Gestaltungsmöglichkeiten, andere haben einfach bedienbare Editoren, mit denen Du schöne und wirkungsvolle Formulare gestalten kannst.

Unter anderen war der Formular-Editor für mich ein Grund GetResponse* zu wählen. Aber auch beispielsweise Newsletter2Go * hat einen ordentlichen Editor für Anmeldeformulare.

Anmeldeformular Email Marketing

Newsletter-Anmelde-Formular für mobile Geräte

Im Zuge der Formular-Erstellung müssen auch die Double-Optin-Emails definiert werden, die versendet werden, wenn sich jemand über das Formular anmeldet. Bei einigen Tools geschieht das direkt bei den Formularen. Bei anderen ist es an die Listen gekoppelt.

Versand-Einstellungen

Bevor Du im nächsten Schritt das Newsletter-Anmeldeformular auf Deiner Website einbindest, solltest Du noch die Versand-Einstellungen machen. Das heißt, Du stellst die Email-Adresse und den Absendernamen für den späteren Email-Versand ein, plus optional noch ein paar weitere Einstellungen.

Das ist jetzt wichtig, weil der Versand bereits in Kraft treten kann, sobald Du das Formular irgendwo online stellst. Denn meldet sich jemand an, bekommt er über die von Dir definierte Adresse zumindest schon die Double-Optin-Email.

Auch hier lohnt sich vorab ein Blick hinter die Kulissen der unterschiedlichen Newsletter-Tools: Die Frage ist, inwieweit Du die Versand-Einstellungen selbst bestimmen kannst. Kannst Du beispielsweise über deine eigene Domain versenden, oder läuft dies zwangsläufig über den Tool-Anbieter?

Anmeldeformular auf der Website implementieren

Nun folgt der letzte Schritt, bevor Dein eigentliches Email-Marketing starten kann. Du bindest das Anmeldeformular zum Newsletter auf Deiner Website ein.

Standardmäßig kannst Du mit den meisten Email-Marketing-Tools HTML-Codes aus Deinen Formularen generieren, die Du dann auf Deiner Website einbinden kannst. Das ist allerdings nicht unbedingt die praktikabelste Lösung.

Schnittstellen

Idealerweise bietet Dein Newsletter ein WordPress-Plugin oder ein ähnliche Schnittstelle, um es einfach und flexibel auf Deiner Website einzubinden.

So ist es in der Handhabung leichter, und auch die responsive Darstellung geht so normalerweise besser. Das heißt, Dein Formular wird auf Handys in angepasster, also für den kleinen Bildschirm optimierter Form dargestellt.

Freebie zur Adressgewinnung

Technisch nicht zwingend notwendig, aber aus Marketing-Sicht sehr empfehlenswert sind an dieser Stelle übrigens sogenannte Freebies, die Du gleich in Dein Formular mit einbindest. Das heißt, Du gibst jedem Anmelder zu Deinem Newsletter etwas kostenloses mit dazu. Bei mir ist es beispielsweise das Ebook „Das 1.000-Euro-Startup“.

Newsletter erstellen

Wenn die Basics nun stehen, und Du die ersten Newsletter-Abonnenten hast, kannst Du Dich ans Verfassen Deiner ersten Mailings machen.

Betreffzeile

Los geht es meist scheinbar locker mit der Betreffzeile für Dein Mailing. Doch die hat es in sich. Denn die Formulierung Deiner Betreffzeile hat erheblichen Einfluss auf den Erfolg Deines Mailings.

Ist der Betreff luschig gemacht, wird die Email bei vielen Empfängern erst gar nicht geöffnet, sondern wandert direkt in den Papierkorb – egal wie toll Du den Inhalt gestaltet hast. Schreibst Du einen spannenden, kurzen, knackigen Betreff, der Interesse auf den Inhalt weckt, dann erhöhst Du die Chance des Gelesenwerdens Deiner Informationen.

Sei also kreativ, und überlege Dir mehrere Varianten für die Betreffzeile. Du kannst bei vielen Newsletter-Tools auch zwei verschiedene Betreffs ins Rennen schicken als A/B-Test. Dabei wird die Email zunächst nur an einen kleinen Teil Deiner Leserschaft geschickt, je zur Hälfte mit dem Betreff A und dem Betreff B. Der Betreff mit der besten Öffnungsrate wird dann für die weiteren Emails eingesetzt.

Template gestalten

Damit Du nicht für jede einzelne Email ein neues Layout gestalten musst, erstelle am besten eine Vorlage. Die meisten Tools bieten auch selbst schon Vorlagen, die Du anpassen kannst.

In die Vorlage kannst Du beispielsweise Dein Logo einbauen sowie Schrifttypen und Farben analog zu Deiner Website und Deinen Social Media Kanälen einstellen. Apropos Social Media – bist Du auf bestimmten Plattformen aktiv, dann binde doch standardmäßig auch gleich deren Icons mit entsprechenden Links auf Deine Social Media Profile ein.

Aber übertreibe es nicht mit der Gestaltung, denn oft ist weniger mehr. Und auch gegen eine Email, die rein aus Text besteht, ist nichts einzuwenden. Zur Vermeidung der Einstufung als Spam kann das sogar förderlich sein.

So sieht´s zum Beispiel im Editor meines Templates bei GetResponse* aus:

Editor im Email-Marketing-Tool

Email-Editor bei GetResponse

Persönliche Ansprache

Email-Marketing ist im Vergleich zu anderen Marketing-Kanälen sehr persönlich. Das liegt allein schon daran, dass eine Newsletter-Email zusammen mit lauter privaten und/oder beruflichen Emails im Postfach den Abonnenten liegt. Das ist Chance und Verpflichtung zugleich.

Die Chance liegt darin, den Empfänger der Email ganz persönlich anzusprechen. Das hat zum einen die wortwörtlich sprachliche Komponente im Schreibstil. Zum anderen sind es die technischen Möglichkeiten der Newsletter-Tools zur Personalisierung des Textes.

Wer bei der Newsletter-Anmeldung den Namen des Empfängers erhebt, kann ihn später auch damit ansprechen. Zudem lässt sich die Ansprache in Abhängigkeit von bestimmten Aktionen oder Reaktionen in Bezug auf vorherige Email-Kampagnen individualisieren. Du kannst Deine Liste damit in bestimmte Segmente einteilen und diese dann unterschiedlich ansprechen, zum Beispiel als Zielgruppe Anfänger und Zielgruppe Fortgeschrittene.

Auch wenn Du im B2B-Bereich unterwegs bist, wo es vordergründig um Unternehmen geht, gibt es übrigens keinen Grund von der persönlichen Ansprache abzuweichen. Deine Adressaten sind zwar angestellt in einem Unternehmen, oder sie leiten eines, sie sind aber weiterhin normale Menschen.

Die Verpflichtung des Persönlichen beim Email-Marketing liegt auf der Hand: Wer im privaten oder beruflichen Postfach eines Fremden mit seiner Email landet, der sollte mit Bedacht vorgehen. Schließlich ist dies ein ziemlich sensibler Bereich. Eine zu hohe Frequenz des Email-Versandes oder immer wieder nur Verkaufstexte nerven auf die Dauer. Das ist nicht nur schlecht für den Email-Empfänger, sondern auch für den Versender, denn die Reaktionen der Leser würden nach und nach weniger werden, und immer mehr Leute würden sich genervt abwenden.

Erfolgreiches Newsletter Marketing hat immer direkt den Menschen vor Augen, und nicht einfach nur eine anonyme Liste.

CTA

Apropos Aktion und Reaktion: In aller Regel zielt eine Email-Kampagne auf eine bestimmte Reaktion des Lesers ab. Sei es nur ein Klick´ zu einem bestimmten Artikel, sei es die Teilnahme an einer Umfrage, sei es der Kauf eines Produktes – irgendwas soll der Leser machen.

Und was das ist, was der Leser konkret tun soll, das solltest Du ihm mitteilen – in Form eines „Call To Action“, eines „CTA“.

Meistens ist dieser CTA ein Klick, der den Leser weiterführt. Und dieser Klick ist das vordergründige Ziel einer Email-Kampagne. Deshalb sollte auch alles darauf ausgerichtet sein, und der CTA sollte klar erkennbar und verständlich sein. Im Prinzip kann der CTA als gedanklicher Anker für Dich dienen, schon wenn Du mit der Gestaltung Deines Newsletters beginnst.

Stil

Beim Erstellen und Versenden einer Newsletter Email solltest Du immer eines vor Augen haben: Du bist nicht der Einzige, der mit seine Botschaft zum Leser transportieren möchte. Es ist vielmehr eine Flut an Werbung und Informationen, die ein Otto-Normal-User heute bewältigen muss. Gegenüber Marketing-Blabla sind viele deshalb schon abgestumpft.

Versuche also Deine Kommunikation möglichst natürlich zu halten. Bringe keine Phrasen und Marktschreierei, sondern versuche Deinen eigenen Ton, Deinen Stil zu finden. Ein Stil, der sich auch durch Deine anderen Marketing-Kanäle zieht und Dich etwas von anderen absetzt.

Nutzwert

Einfach nur Newsletter raushauen um des Newsletters wegen bringt nichts. Es sollte auch Substanz in Deinen Inhalten stecken, etwas das dem Leser hilft, ein echter Nutzwert.

Gibt es vielleicht bestimmte Fragen, die Deine Leser oder (potenziellen) Kunden immer wieder stellen? Dies sind ideale Ausgangspunkte für nutzwertige Inhalte.

Ansonsten kannst Du auch mal Deine Leser fragen, was für sie in Deinem Thema die drängendsten Fragen und Probleme sind. Gerade Neu-Abonnenten bringen oft eine Menge Fragen mit. Gibst Du ihnen Gelegenheit, diese beispielsweise einfach per Antwortmail zu stellen, stärkst Du gleich die Bindung zu ihnen und bekommst Inspirationen für Content mit Nutzwert.

Versand testen

Auch wenn Deine Email-Liste anfangs noch nicht tausende Empfänger enthält, gehört ein Test des Newsletters vor dem eigentlichen Versand zum Pflichtprogramm.

Wenn wirklich alles von der Betreffzeile über den Inhalt bis zur optischen Gestaltung fertig ist, versende den Newsletter mindestens einmal an Dich selbst und schaue Dir die Email auf verschieden großen Bildschirmen an. Viele Newsletter-Marketing-Tools bieten auch Vorschauen für Handys, Tablets und Desktop-Bildschirme.

Zeit und Frequenz

Wann solltest Du Deine Newsletter versenden und wie oft? Das lässt sich so pauschal gar nicht sagen. Denn es hängt von mehreren Faktoren ab.

Gibt es zu Deinem Thema beispielsweise täglich etwas wirklich substanziell Neues, dann kann natürlich auch ein täglicher Newsletter sinnvoll sein. Geht es bei Dir hingegen um sporadisch stattfindende Events, dann kann auch die Newsletter-Frequenz analog dazu aufgebaut sein. Wichtig ist hinsichtlich der Versandfrequenz in erster Linie, dass eine gewisse Kontinuität da ist, auf die sich die Leser verlassen können.

Zur Frage des optimalen Zeitpunktes für den Email-Versand gibt es auch etliche Untersuchungen. Häufig kristallisiert sich dabei morgens am Wochenanfang als guter Zeitpunkt heraus. Was daran liegt, dass dann die meisten Leute noch offen sind, und ohnehin vor allem berufliche Emails abrufen.

Letztlich hängt der optimale Zeitpunkt wohl davon ab, wann Deine Zielgruppe am ehesten bereit ist, sich mit Deiner Botschaft zu beschäftigen. Was im B2B der Montagmorgen ist, kann im B2C hingegen auch das Wochenende oder der Abend sein, wo viele Menschen privat ins Online-Shopping eintauchen.

Redaktionsplan

Wenn Du gerade mit dem Newsletter-Marketing startest, hast Du vielleicht schon eine Handvoll inhaltlicher Ideen im Hinterkopf, aus denen Du interessante Newsletter erstellen kannst. Perfekt! Doch denke auch über den Tag hinaus.

Wie schon gesagt, ist generell im Content Marketing eine gewisse Kontinuität ratsam. Damit Du also nicht nur zu Beginn ein inhaltliches Strohfeuer abfackelst, entwickle systematische Themen, zu denen es sich lohnt einen Newsletter zu verfassen. Und stelle einen Plan auf, wann Du welche Themen bearbeitest, schreibst und versendest.

Newsletter-Marketing analysieren

Nicht zuletzt den Versandzeitpunkt gilt es zu analysieren. Im Email-Marketing bietet sich ein weites Feld zum Ausprobieren und Analysieren. Jedes Newsletter-Marketing-Tool bietet dazu unterschiedliche Reports. Hier ein paar Beispiele, was Du wie in Deinem Newsletter-Marketing-Tools analysieren kannst:

  • Öffnungsrate: Sieh´ Dir in den Reports an, bei welchen Betreffzeilen am meisten Emails geöffnet werden.
  • Klickrate: Analysiere welcher Content und welches Content-Design zu den meisten Klicks innerhalb Deiner Emails führen.
  • Opt-Out-Rate: Da sich jeder Email-Empfänger in jeder Email auch wieder von deiner Liste abmelden kann, wirst Du analysieren können, bei welcher Art von Emails das verstärkt passiert. Damit erhältst Du wichtige Hinweise, was Deine Leserschaft anscheinend nicht so gern mag.
  • A/B-Tests: In den meisten guten Email-Marketing-Tools kannst Du eine Email in verschiedenen Versionen an zwei beliebig zusammengestellte Gruppen aus Deiner Liste versenden. So kannst Du zum Beispiel sehen, welche Betreffzeile zu einer höheren Öffnungsrate führt, oder welche CTA-Darstellung die Leser stärker zum Klick animiert. Oder Du versendest eine Email einfach manuell an zwei Gruppen Deiner Liste zu verschiedenen Zeitpunkten, und analysierst, welcher Zeitpunkt besser funktioniert.
  • Bouncerate: Bei einigen Email-Adressen funktioniert der Versand möglicherweise nicht. Ein gutes Newsletter-Tool merkt das, es registriert einen sogenannte „Bounce“. Die Bouncerate zeigt, wie viele Empfänger gar nicht erst erreicht werden. Ein „Hard Bounce“ wird als immer wieder unerreichbar identifiziert. Sortiere solche Email-Adressen am besten aus.

Schau´ Dir die unterschiedlichen Reports in den verschiedenen Tools mal an, und nutze sie für die stetige Optimierung Deines Newsletter-Marketing, und richte Deine Content-Strategie danach aus.

Rechtliches zum Newsletter-Marketing

Nun bin ich kein Jurist, und daher hüte ich mich, hier den Anspruch auf eine umfassende Rechtsberatung zum Email-Marketing zu geben. Das kann ich und das kann dieser Blogpost nicht leisten. Was ich aber nicht unterschlagen will, sind die folgende rechtlichen Basics, die Du unbedingt beachten solltest.

Einverständnis durch Double Opt-In

Wem Du regelmäßig Emails senden willst, der muss damit ausdrücklich sein Einverständnis erklärt haben. Und das geschieht im Newsletter-Marketing durch das sogenannte Double-Optin:

  1. Ein Leser meldet sich via Web-Formular bei Dir an.
  2. Er erhält eine automatische Email mit einem Bestätigungslink.
  3. Er klickt auf den Bestätigungslink.

Erst dann ist der Leser wirklich in Deiner Liste, und Du darfst ihm Deinen Newsletter senden. Jedes gute Email-Marketing-Tool hat so einen Prozess schon vorkonfiguriert, so dass Du darin nur noch Deine spezifischen Texte einsetzen musst.

Verständliche Anmeldung zum Newsletter

Der komplette Anmeldeprozess mit den oben genannten drei Stufen muss einfach und eindeutig verständlich sein. Der Leser muss an jeder Stelle wissen, worauf er sich einlässt, und mit wem er es zu tun hat.

Abmelde-Möglichkeit in jeder Email

Jede einzelne Email, die Du an Empfänger Deiner Newsletter-Liste versendest, muss einen klar ersichtlichen Abmeldelink beinhalten. Auch diesen liefern alle guten Newsletter-Tools automatisch im Newsletter-Editor mit. Lösche in also nicht, sondern lasse ihn  am besten für jede Email an der gleichen Stelle stehen, so dass es da keinerlei Missverständnisse geben kann.

Hinweis auf Abmeldelink im Anmeldeformular

Schon beim Anmeldeformular solltest Du darauf hinweisen, dass man sich jederzeit per Abmeldelink in jeder Email aus Deiner Liste wieder abmelden kann. Das ist gewissermaßen auch ein Vertrauenselement, da Du dem Leser damit gleich zeigst, dass er selbst die Sache immer in der Hand hat und sich keine Sorgen machen muss, irgendwann unkontrolliert vom Spam bombardiert zu werden.

Impressum einbinden

Damit der Email-Empfänger bei jeder Email unmissverständlich identifizieren kann, wer ihm die Mail geschickt hat, solltest Du standardmäßig Dein Impressum in die Emails einbinden. Auch das kann als Nebeneffekt das Vertrauen Deiner Leser steigern, weil Du damit weitere Transparenz demonstrierst.

Fazit: Email-Tools testen und loslegen

Newsletter Marketing birgt eine ganze Reihe von Vorteilen für´s Online-Marketing, die es für nahezu jedes Unternehmen im Online-Business unverzichtbar machen.

Glücklicherweise ist Newsletter Marketing keine Raketenwissenschaft. Doch die Fülle an Newsletter-Tools ist echt groß, so dass Du Dir mit Bedacht das für Dich passende Tool aussuchen solltest. Zum Glück wird die Qualität immer besser, und viele Anbieter haben kostenlose Schnuppertarife, so dass Du Dir einige auch mal unter der Haube ansehen kannst.

Dabei stößt Du oft auf ein ganzes Arsenal an Features, doch mit der richtigen Schritt-für-Schritt-Strategie behältst Du den Überblick und kannst Dich auf die wichtigsten Funktionen in der richtigen Reihenfolge konzentrieren.

Ich drück´ Dir die Daumen beim Eintauchen in ein für Dich hoffentlich erfolgreiches Newsletter Marketing.

Newsletter Marketing: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum erfolgreichen Start
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